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Das Tolle hier ist das es öffentlich ist

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(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
Themenstarter  

Um die Wahrheit zu schreiben denken Leute darüber nach, wie es inoffiziell möglich ist.

Also, rein theoretisch hat Jemand aus Versehnen 

Oder, ich habe nicht aufgepasst

Wie schreibt man hier die Wahrheit?

 

Ich hätte viel zu sagen aber die zur Zeit geltend Gesetze erlauben es nicht.



   
Zitat
Arakyr
(@arakyr)
Harzsammler
Beigetreten: vor 9 Monaten
Beiträge: 334
 

Ich würde doch denken, dass wir im Sinne der Meinungsfreiheit hier eine Menge schreiben dürfen. 

Von Hass und Hetze abgesehen zumindest.



   
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(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
Themenstarter  

Veröffentlicht von: @arakyr

Ich würde doch denken, dass wir im Sinne der Meinungsfreiheit hier eine Menge schreiben dürfen. 

Ja und nein.

Vorausgesetzt ich bin Patient und bekomme mein THC 

oder in einem Anbauverein

oder sogar vom Schwarzmarkt mit heftigem Preisverfall. Aktuell 4-6 € /gr

ist alles ok.

Bei den Eigenanbauern paßt das Gesetz nicht mit max. 50 g (Außer mit Zelt)

 



   
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Arakyr
(@arakyr)
Harzsammler
Beigetreten: vor 9 Monaten
Beiträge: 334
 

Das sehe ich ähnlich wie du, wobei es stark auf den eigenen Konsum ankommt. Jemand, wie ich, der am Abend seine 0,05 Gramm dampft, kommt damit übers Jahr. 

Aber sinnvoll ist es nicht. 3 Freilandpflanzen werfen gut über 50 Gramm ab und für andere legale Drogen, wie Alkohol, Nikotin oder Koffein gelten ja auch keine Höchstmengen. Daher wäre hier der logische Schluss, keine Höchstmengen vorzuschreiben. 

Dann muss sich auch kein Patient mehr auf dem Schwarzmarkt bedienen, wenn im Mai die nächste Ernte auf sich warten lässt.

 



   
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KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 11 Monaten
Beiträge: 419
 

Die Grenze von 50g finde ich auch etwas "sinnlos", aber das 3 Pflanzen auch durchaus mehr als 50g abwerfen ist schon in Ordnung.
Lieber sicher gehen, dass man die 50g auch erreicht, als dass man deutlich darunter liegt.

Gerade bei Autoflowern kann man immer mal "mickrige" Pflanzen haben, die sehr früh in die Blüte starten. Da ist es schon nicht schlecht, wenn man 3 Pflanzen anbauen darf, um das Ganze kompensieren zu können.

 

Für Outdoorgrower, die nur eine Ernte im Jahr fahren, könnte 50g schon etwas zu wenig sein. Zumindest für Leute, die häufiger konsumieren.

Generell finde ich es irgendwie "Verschwendung", wenn man etwas von seiner Ernte entsorgen muss. Wenn man einen Apfelbaum im Garten hat und zu viele Äpfel hat, dann kann man ja auch Apfelmus von machen und einfrieren oder Saft davon machen.

Die gesamte Ernte zu verwerten halte ich schon für sinnvoll. Erstmal ist Cannabis (bei richtiger Lagerung) relativ lange lagerfähig (2-3 Jahre sind da locker drin) und alternativ kann man es auch in Alkohol lösen. Wenn man eine große Ernte hatte, dann hat man halt erstmal Ruhe und muss vielleicht 2 Jahre nicht anbauen.

Im Keller kann ich auch 50 Flaschen Wein oder 10 Kisten Bier lagern. Heißt ja nicht, dass ich das alles sofort konsumieren muss.

 

Man könnte jetzt wieder argumentieren, dass man mit so großen Mengen ja dealen könnte. Aber letztendlich möchte man ja den Schwarzmarkt auslöschen und das geht am besten, wenn jeder ausreichend Cannabis hat und erst gar nicht zum Dealer muss.

Auch die legale Weitergabe im Freundeskreis würde ich als sinnvoll erachten. Derzeit darf man ja nicht mal einem Besucher, mit dem man einen entspannten Abend verbringt, Cannabis anbieten. Das würde den Schwarzmarkt auch verringern.

 

Das Gesetz hat so einige Punkte, die nicht weit genug gedacht sind.

  • Anbauvereine sind zu "kompliziert" (Hürden, gerade in Bayern) und außerdem nur in Großstädten vorhanden
    • Deckt damit nicht den Bedarf aller Personen ab
    • Anonymität ist schwierig in solchen Clubs
  • 50g Grenze ist für einige Personen zu gering. Insbesondere bei nur einer jährlichen Ernte.
    • Dadurch kaufen diese Personen eventuell doch auf dem Schwarzmarkt ein
  • Wir haben gerade ein Problem, dass Apotheken die neuen Abgabestellen für Cannabis geworden sind, dass war so nicht geplant
    • Cannabisrezepte bekommt man sehr einfach. Apotheken haben das übernommen, was Abgabestellen ursprünglich bieten sollten
  • Die Erlaubnis einer (kostenlosen) Weitergabe von Cannabis im Freundeskreis würde dazu beitragen, dass Schwarzmarktangebot einzudämmen 

 

Letztendlich braucht jeder erwachsene Konsument einen einfachen Zugang zu Cannabis, dann gibt es auch keinen Schwarzmarkt mehr. Funktioniert bei Alkohol ja auch.

 

Der einzige Argumentationspunkt der noch besteht ist, steigt der Konsum an, wenn der Zugang zu Cannabis so leicht ist und steigen dadurch "Probleme" in der Gesellschaft?

Wahrscheinlich steigt der Konsum leicht an aber immerhin rauchen die Konsumenten sauberes Gras, kennen die Sorte und die Inhaltsstoffe. Ohne Schwarzmarkt gibt es kein (giftig) verunreinigtes Cannabis oder Cannabis das mit sogenannten "Research Chemicals" versetzt ist, dass zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führt. Auch wenn der Konsum steigt, könnte es trotzdem weniger Probleme geben, da jeder weiß, wie er mit seinem Cannabis umzugehen hat und wie es dosiert wird.

Für mich gibt es eindeutig mehr Argumente, die für eine richtige Legalisierung sprechen mit weniger Regeln.

Alles andere ist nur ein halbes Ding und gerade dann besteht der Schwarzmarkt trotzdem parallel nebenher.


Dieser Beitrag wurde geändert vor 3 Monaten 3 mal von KloMeister123

   
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(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
Themenstarter  

Veröffentlicht von: @klomeister123

Für mich gibt es eindeutig mehr Argumente, die für eine richtige Legalisierung sprechen mit weniger Regeln.

Alles andere ist nur ein halbes Ding und gerade dann besteht der Schwarzmarkt trotzdem parallel nebenher.

Danke für die ausführliche Erklärung, sehe ich ebenso.

 



   
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weedpete
(@weedpete)
Hanfblatt
Beigetreten: vor 3 Monaten
Beiträge: 17
 

Es gibt drei rechtliche Ebenen, die EU-Länder bei der Teil-Legalisierung von Cannabis beachten müssen und die auch hier in Deutschland ineinandergreifen. EU-Staaten sind an die UN-Drogenkonventionen (1) gebunden, vor allem an das Einheits-Übereinkommen über Suchtstoffe (1961), und das Übereinkommen gegen den unerlaubten Verkehr mit Suchtstoffen (1988). Anbau, Handel und Besitz zu nicht-medizinischen/nicht-wissenschaftlichen Zwecken muss demnach kriminalisiert werden, nur Medizin & Forschung sind ausdrücklich erlaubt. Das ist praktisch der erste Schritt auf dem Weg zur Legalisierung.

In der EU gelten auch die sog. Schengen-Regeln (2), die grenzüberschreitenden Drogenhandel bekämpfen sollen. Der Umstand, dass Kiffer einfach über die Grenze fahren und sich drüben mit Stoff versorgen, dessen Besitz bei ihnen illegal ist, soll vermieden werden. Mitgliedstaaten (3) müssen also Anbau, Handel, Lieferung, Einfuhr/ Ausfuhr von Drogen strafbar machen, wenn dies ohne rechtliche Grundlage geschieht. Spielräume bei Konsum, Besitz und Eigenbedarf sind aber vorhanden. 

Ein vollständig legaler und kommerzieller Markt nach US-amerikanischem Vorbild ist in diesem rechtlichen Rahmen also nicht umsetzbar. Deswegen muss das CanG Mengen für Besitz, Eigenanbau und Straffreiheit vorgeben, sowie die Einführung kleinteiliger, bürokratischer Anbauvereine verlangen (damit Drogentouristen fern bleiben). Ansonsten könnte ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet und Deutschland vor dem EuGH verklagt werden. Das kann sehr teuer werden.

Was in den nächsten Jahren folgen könnte: Weitere EU-Länder könnten ihre Gesetze um Cannabis lockern, wodurch der Druck auf EU (und UN) stiege, Regeln anzupassen um (an Ende) gesetzlich geregelte, vollständige Freigaben zu ermöglichen. Das wird aber noch ein bisschen dauern.

Ich denke der Ermittlungsdruck gegen Privatpersonen beim Eigenanbau ist hierzulande erstmal ziemlich gering. Es ist ja legal. Außerdem wäre eine (flächendeckende) Kontrolle personal- und kostenintensiv, mit ungewissem Ausgang. Vielleicht wird in Bayern der ein oder andere Beamte schon rein intrinsisch motiviert mal über's Ziel hinausschießen, im Allgemeinen wird man aber wohl noch an anderen Stellen aktiv werden müssen, um das (nachhaltige) Interesse der Strafverfolgungsbehörden zu erregen. Wenn ich aber nur mal ab und zu Freunde und Bekannte mit Weed versorge (indem ich es verschenke), dann nützt dieser soziale Schwarzmarkt auch der Polizei, denn dann hat sie weniger Arbeit. Kann man aktuellen Berichten Glauben schenken, finden die das selbst wohl auch ganz ok und haben da nicht so ein Auge drauf.

Ich denke man kann hier ganz entspannt zum Thema schreiben. Man muss ja nicht gleich immer super-spezifisch werden 😉


Dieser Beitrag wurde geändert vor 3 Monaten 11 mal von weedpete

I can dress up the dead man - but I can't bring him back to life!


   
Arakyr und Anonym gefällt das
AntwortZitat
(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
Themenstarter  

@weedpete 

wirklich ausfühlich und verständlich erklärt.

Mir wird da Einiges klar.



   
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