Die Grenze von 50g finde ich auch etwas "sinnlos", aber das 3 Pflanzen auch durchaus mehr als 50g abwerfen ist schon in Ordnung.
Lieber sicher gehen, dass man die 50g auch erreicht, als dass man deutlich darunter liegt.
Gerade bei Autoflowern kann man immer mal "mickrige" Pflanzen haben, die sehr früh in die Blüte starten. Da ist es schon nicht schlecht, wenn man 3 Pflanzen anbauen darf, um das Ganze kompensieren zu können.
Für Outdoorgrower, die nur eine Ernte im Jahr fahren, könnte 50g schon etwas zu wenig sein. Zumindest für Leute, die häufiger konsumieren.
Generell finde ich es irgendwie "Verschwendung", wenn man etwas von seiner Ernte entsorgen muss. Wenn man einen Apfelbaum im Garten hat und zu viele Äpfel hat, dann kann man ja auch Apfelmus von machen und einfrieren oder Saft davon machen.
Die gesamte Ernte zu verwerten halte ich schon für sinnvoll. Erstmal ist Cannabis (bei richtiger Lagerung) relativ lange lagerfähig (2-3 Jahre sind da locker drin) und alternativ kann man es auch in Alkohol lösen. Wenn man eine große Ernte hatte, dann hat man halt erstmal Ruhe und muss vielleicht 2 Jahre nicht anbauen.
Im Keller kann ich auch 50 Flaschen Wein oder 10 Kisten Bier lagern. Heißt ja nicht, dass ich das alles sofort konsumieren muss.
Man könnte jetzt wieder argumentieren, dass man mit so großen Mengen ja dealen könnte. Aber letztendlich möchte man ja den Schwarzmarkt auslöschen und das geht am besten, wenn jeder ausreichend Cannabis hat und erst gar nicht zum Dealer muss.
Auch die legale Weitergabe im Freundeskreis würde ich als sinnvoll erachten. Derzeit darf man ja nicht mal einem Besucher, mit dem man einen entspannten Abend verbringt, Cannabis anbieten. Das würde den Schwarzmarkt auch verringern.
Das Gesetz hat so einige Punkte, die nicht weit genug gedacht sind.
- Anbauvereine sind zu "kompliziert" (Hürden, gerade in Bayern) und außerdem nur in Großstädten vorhanden
- Deckt damit nicht den Bedarf aller Personen ab
- Anonymität ist schwierig in solchen Clubs
- 50g Grenze ist für einige Personen zu gering. Insbesondere bei nur einer jährlichen Ernte.
- Dadurch kaufen diese Personen eventuell doch auf dem Schwarzmarkt ein
- Wir haben gerade ein Problem, dass Apotheken die neuen Abgabestellen für Cannabis geworden sind, dass war so nicht geplant
- Cannabisrezepte bekommt man sehr einfach. Apotheken haben das übernommen, was Abgabestellen ursprünglich bieten sollten
- Die Erlaubnis einer (kostenlosen) Weitergabe von Cannabis im Freundeskreis würde dazu beitragen, dass Schwarzmarktangebot einzudämmen
Letztendlich braucht jeder erwachsene Konsument einen einfachen Zugang zu Cannabis, dann gibt es auch keinen Schwarzmarkt mehr. Funktioniert bei Alkohol ja auch.
Der einzige Argumentationspunkt der noch besteht ist, steigt der Konsum an, wenn der Zugang zu Cannabis so leicht ist und steigen dadurch "Probleme" in der Gesellschaft?
Wahrscheinlich steigt der Konsum leicht an aber immerhin rauchen die Konsumenten sauberes Gras, kennen die Sorte und die Inhaltsstoffe. Ohne Schwarzmarkt gibt es kein (giftig) verunreinigtes Cannabis oder Cannabis das mit sogenannten "Research Chemicals" versetzt ist, dass zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führt. Auch wenn der Konsum steigt, könnte es trotzdem weniger Probleme geben, da jeder weiß, wie er mit seinem Cannabis umzugehen hat und wie es dosiert wird.
Für mich gibt es eindeutig mehr Argumente, die für eine richtige Legalisierung sprechen mit weniger Regeln.
Alles andere ist nur ein halbes Ding und gerade dann besteht der Schwarzmarkt trotzdem parallel nebenher.
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KloMeister123