@arakyr Ist das (nährstoffarme bzw. gebrauchte) Erde für Sämlinge? Vielleicht ist das Problem hier, in dieser frühen Wachstumsphase, eher mit zu vielen Nährstoffen und Überdüngung?
Außerdem bin ich skeptisch wegen dem Neemöl. Erstens, hast Du überhaupt ein Problem mit Trauermücken? Das wäre in dieser frühen Phase ja ziemlich ungewöhnlich. Zweitens, vielleicht erst mal mit Gelbtafeln arbeiten. Aber ich habe mit Neemöl noch keine Erfahrungen gemacht und kann die Schädlichkeit auf Sämlinge/Keimlinge nicht beurteilen.
Ist das (nährstoffarme bzw. gebrauchte) Erde für Sämlinge?
Ja, es ist Anzuchterde ohne jeglichen Dünger.
Gelbtafeln nutze ich bereits. Die vordere ist die ältere Tafel, die den ersten Befall aufgefangen hat
Im letzten Bild im hinteren Teil sieht man die neuere Gelbtafel, die ebenfalls einige wenige Trauermücken einfängt.
Ich sollte sie aber mal wieder wechseln
Ich hatte gehofft, das Abtrocknen der Erde hilft genug gegen die Trauermücken, da allerdings beständig neue kommen, habe ich mich für eine Neemölbehandlung entschieden.
Trauermückenlarven fressen ja das Myzel um die Wurzeln, schaden also der Pflanze unterirdisch.
@arakyr Stimmt, da sind ja auch schon einige Trauermücken drauf.
Wenn man erst mal einen Befall hat, dann hilft trockene Erde leider auch nicht mehr.
Das komische ist ja, es ist jetzt Versuch 3 und das Fehlerbild sieht irgendwie jedes Mal in gewisser Weise ähnlich aus.
Die ersten 2 Wochen sieht alles gut aus, die Pflanzen sind grün und dann später geht es los, sie verfärben sich gelb und wachsen immer langsamer.
Bei Versuch 1 hatten wir noch viele "kritische" Einflussfaktoren wie: Kokoserde mit wenig bis keinen Nährstoffen, zu viel Wasser, zu schwaches Licht.
Bei Versuch 2 war es so ähnlich, bis auf, dass jetzt Anzuchterde genutzt wurde, die für Keimlinge gut geeignet ist. Allerdings war laut Messgerät die Durchfeuchtung hier im Substrat ebenfalls zu hoch.
Jetzt sind wir bei Versuch 3: Licht sieht gut eingestellt aus, kein Vergeilen. Nährstoffe der Erde sollten passen und beim Gießen hast du diesmal auch sehr darauf geachtet, dass Trockenphasen vorhanden sind.
Bei allen drei Versuchen war die Temperatur tendenziell eher etwas niedrig (16 - 21°C, ein etwas langsameres Wachstum als üblich ist anzunehmen, aber nichts, was die Pflanzen kritisch beeinträchtigen würde).
Entweder gibt es immer noch irgendetwas, was wir immer noch nicht auf dem Schirm haben, was deine Pflanzen nicht mögen oder es sind jetzt wirklich die Trauermückenlarven. Die Larven ernähren sich von organischem Material, Pilzen und wenn nichts zu holen ist, im Notfall auch von Wurzeln. Es ist also durchaus möglich, dass die Larven einen negativen Einfluss haben.
Ich hatte auch schon vereinzelt Trauermücken in Grows, die Pflanzen haben es aber dennoch gut geschafft trotz dieser "Plage". Allerdings habe ich dann auch zeitnah Neemöl gesprüht und verdünnt damit gegossen (so wie du etwa). Allerdings kann man das sicher nicht vergleichen, weil man nicht weiß, was da so in der Erde herumkrabbelt.
So wie du deinen Grow durchgeführt hast, habe ich keine Fehler gesehen und ich hätte es nicht anders gemacht. Mich irritiert nur, dass jetzt zum 3. mal ein ähnliches Fehlerbild herrscht. Kann man das wirklich auf Trauermückenlarven schieben oder haben wir noch irgendetwas übersehen?
Bei allen drei Versuchen war die Temperatur tendenziell eher etwas niedrig (16 - 21°C, ein etwas langsameres Wachstum als üblich ist anzunehmen, aber nichts, was die Pflanzen kritisch beeinträchtigen würde).
Ich halt es für möglich, dass auch das Delta zwischen Tag und Nacht eine Rolle spielen.
Aber 5° halte ich nicht für übermäßig viel. Ich mag mich aber auch täuschen.
Die Umluft fehlte dem System bisher noch. Es gab eine Abluft, aber diese lief nicht ständig. Jetzt als ich den Heizer in Betrieb genommen habe, habe ich auch die Abluft rezurkilierend umgebaut zu einem geschlossenen System. Damit habe ich eine gewisse Umluft.
Der Umfang der Umluft dürfte jedoch noch klein sein. der Abluftventilator läuft auch niedrigster Stufe, einfach nur, um die Wärme zu verteilen.
Vorher hätte ich diese auch gehabt, wenn denn der Lüfter durchgehend gelaufen wäre.
Das Mikroklima kann sich bei sowas vielleicht ungünstig verändern.
Es wäre spannend, nächstes Update abzuwarten und dann einen Ventilator zuzuschalten. Möglicherweise auch ohne Heizung
Nehmen wir einmal an, ich hätte nochmal 5 Samen Early Girl. Bei den Rabatten im Herbst nicht unbezahlbar und völlig nachvollziehbar.
Ich mache Fehler und lerne daraus.
Für den Neuanfang darf es diesmal eine alte ausgediente Aussaaterde aus 2025 sein.
Hydrophob und mit hohem Sand / Mineralanteil.
Den mineralischen Anteil erhöhe ich um grobe Anteile, ebenfalls mineralisch.
Es handelt sich hierbei um Blähton.
Um Nährstoffe aufnehmen zu können, forme ich aus Schurwolle und der Anzuchterde kleine "Ballen" mit denen ich den Boden auslege.
Samen rein, angießen und trennen.
Ein Topf kommt ins Growzelt, der andere auf die Fensterbank
Den Zeltbewohnern geht es übrigens gut. Sie scheinen sich gerade rechtzeitig zu erholen.
@arakyr Also eine Temperaturschwankung von 5° und jenseits von 10° C halte ich definitiv für nicht kritisch.
Für mich schauen die Setzlinge auch etwas zu gelb aus, und ich kenne den Grund nicht. (Zu warm?) Das kann aber noch wieder werden, ich drücke die Daumen.
Die Maximaltemperatur betrug von So bis Do 26,9°C
Ich kann nicht ausschließen, dass ich weiterhin falsch giesse
Der Neuaustrieb sieht schon wieder einigermaßen gut aus.
Das kann aber noch wieder werden, ich drücke die Daumen.
Danke , am Ende muss ich ja eh aussortieren






