Hallo zusammen,
nachdem der Frühling letzte Woche an die Tür geklopft hat, habe ich am Wochenende auch wieder Samen zum Keimen gebracht.
Heute sind 5 von 6 zuverlässig gekeimt und haben ihren Kopf aus der Erde gesteckt.
Beleuchtet wird mit einer Viparspectra XS 1500, derzeit auf 25% Leistung von insgesamt 150W, Abstand zu den Pflanzen sind 30cm.
Als Substrat verwende ich weiterhin die Toom Anzuchterde, die ich für meinen letzten Versuch gekauft habe. Die Töpfe messen 9x9x9,5cm, haben also ca. 700ml Volumen. Die Erde wurde vor dem Einsetzen der Samen angegossen und auf 25°C beheizt. Nach dem Keimen habe ich die Heizmatte bereits wieder auf 21°C zurück gestellt. Eine zu warme Wurzelzone behindert das Wachstum eher, als es zu fördern. Um später die Wurzelzone thermisch zu unterstützen steht das Zelt außerdem auf ca. 2cm dickem Styropor. Die Erde enthält Trauermücken, wie schon beim letzten Experiment. Über Gelbtafeln und das Weglassen des Giessens konnte ich die aber bei den anderen älteren Vorzuchten gut in Schach halten. Neemöl habe ich hier, werden die Pflanzen auch beim nächsten Mal bekommen.
Das Zelt befindet sich in einem beheizten Kellerrraum und enthält außerdem einen AeroZesh T4 Lüfter von Vivosun. Den habe ich zusammen mit einem Steuergerät und einem Aktivkohlefilter günstig kaufen können. Der Lüfter befindet sich momentan unten in der Kammer, da ich tendenziell zu feuchte Luft innerhalb des Zeltes haben werde und im Lungenraum eher zu trockene, aber zu kalte. So kann über eine oben wenig geöffnete Belüftungsöffnung möglichst warme Luft in den Growraum gezogen werden, während die kalte Luftherausgepustet wird. Die Lüftung ist so eingestellt, dass in der Kammer 0,8kPa Dampfdruckdefizit herrschen. Bei einem niedrigeren VPD von 0,5 hatte ich Probleme mit den Chilisetzlingen, bei welchen sich die Blätter blass gelb färbten. Jetzt sehen sie ganz passabel aus. Die Temperaturen schwanken zwischen 18 und 21°C. Das wird wahrscheinlich noch wärmer, wenn die Lampe stärker leuchtet.
Das Licht läuft derzeit in einem Rhytmus von 18 Stunden Licht zu 6 Stunden dunkel. Die Dunkelperiode zieht sich von 9:00 - 15:00 Uhr.
Bei den Pflanzen bleibt mir zu sagen:
Die Keimdauer ist wieder sehr schön homogen und 3 Pflanzen sehen absolut gleich aus. Diese 3 werde ich wohl bald für den Outdooranbau dieses Jahr selektieren. Es ist übrigens wieder die Early Girl von Sensi Seeds. Ich habe einfach zu viele Samen gekauft, 10 Samen + extra 3 sind für deutsche Verhältnisse schon reichlich.
Das sieht doch jetzt echt ordentlich aus.
Diesmal klappt es bestimmt!
Die Voraussetzungen sind jetzt viel besser:
- Keine Versuche mit einer experimentellen Lichtquelle
- bessere Temperaturvoraussetzungen
- Lernerfahrungen im Bezug auf die Erdfeuchtigkeit und dein Leitungswasser (leicht alkalischer pH-Wert)
- Eine ordentliche Luftzirkulation
- Vorhandenes Messgerät für pH-Wert und Erdfeuchte (aber mit dem richtigen Feingefühl, solltest du das nicht mal benötigen)
- Erde, wo ich weiß (aus Praxiserfahrung), dass die Nährstoffe für die Keimlingsphase gut ausbalanciert sind und für mindestens 2 Wochen ausreichen
2 Wochen Nährstoffversorgung wären super, dann kann ich danach umtopfen.
Für den späteren Indooranbau möchte ich die Vegi auch nicht unbedingt länger als notwendig haben. 2 Wochen wachsen, mit dem gesamten Wurzelballen umtopfen in dem finalen Topf und ab in die Blüte.
Sie sind nun übrigens alle gekeimt und sehen sehr homogen aus. So homogen, dass ich mit der Selektion noch warte.
Auf lange Sicht werde ich wohl leider nicht um eine Heizung oder Luftentfeuchtung für die Box herumkommen, sonst gibt es immer wieder Probleme beim Klima, gerade im Hinblick auf die späte Blüte indoor im Hochsommer
Die erste Woche Wachstum ist vorbei und ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, in einem wöchentlichen Rhythmus zu berichten. Das sollte die Vergleichbarkeit später verbessern.
Ich weiss nicht, obs nur mir so geht, aber ich finde, sie sehen ein wenig mickrig aus.
Nun mag man sagen, dass zuerst die Wurzelbildung in einem Topf stattfindet und dementsprechend zu Anfang kein großes oberirdisches Wachstum zu erwarten ist. Ich hätte mir trotzdem etwas mehr erhofft.
Die Wurzeltemperaturen sollten zwischen 20 und 22° Grad liegen. Die Heizmatte ist auf 21°C eingestellt, aber eben, als ich das Zelt für Fotos geöffnet habe, war die Temperatur in der Erde 22°C.
Die Lufttemperaturschwankt leider zwischen 20 und 17°C über den Tag. 18 Stunden bei Licht 20°C, von 9:00 - 15:00 Uhr 17°C. Die RLF schwankt zwischen 66/62 tagsüber und 60/58 nachts, womit ich einen VPD von 0,8 ansteuere. Ich ging bisher davon aus, dieser VPD wäre angebracht. Die Lichtintensität habe ich mit der Photone und selbst gebautem Diffusor gemessen und ich sollte bei ca 300ppm sein, was (soweit ich weiss) empfohlen ist für Seedlings.
Gegossen wurde noch nicht wieder und ich denke, die Töpfe sind noch nicht wieder trocken.
Zum Cannabis ist sonst nichts weiter zu sagen.
Wer aufpasst sieht allerdings, dass manche Chilis die Blätter in einer Gottesanbeterpose nach oben recken. Zusätzlich sehe ich eine violette Verfärbung der Blätter und teilweise Stiele. Wenn ihr Empfehlungen habt, sammle ich sie gerne.
Meine persönliche Theorie ist:
Es liegt am Mikroklima.
Bei so kleinen Pflänzchen macht der Unterschied zwischen Luftfeuchtigkeit in der Mitte gegenüber der RLF am Rand einen Unterschied in der Verdunstung der Pflanzen. Die Pflanzen am Rand müssen mit einem für ihre Verhältnisse zu hohem VPD zurecht kommen. DIe Maßnahme wäre dann, den VPD versuchsweise auf 0,6 zu senken
Im Netz habe ich das hier gefunden (bezogen auf die Chili Keimlinge):
Sowohl in einem Forum, als auch auf einer "Infoseite" wurde diese Thematik angesprochen und als normal definiert.
Forumsbeitrag (Chiliforum Hot-Pain.de)
Pepperworld.com (Infobeitrag zu Chili)
Wenn du dein Zelt noch etwas wärmer bekommst, würdest du wohl noch etwas schnelleres Wachstum erzielen können aber mit etwa 17-20°C Raumtemperatur und ~21°C Wurzeltemperatur liegst du in einem zumindest sicheren und nicht kritischen Bereich.
4-5°C mehr würde den Stoffwechsel der Pflanzen noch etwas beschleunigen.
Ich denke demnächst kannst du auch wieder gießen. Zumindest bei den Cannabispflanzen sieht es so aus, als würde sich der Erdballen leicht zusammenziehen. Das spricht nach meiner Erfahrung für eine mittlerweile eher schon relativ trockene Erde. Aber mach du das nach deinem Gefühl, du kannst das vor Ort besser prüfen als ich aus der Ferne.
Vielleicht in 1-2 Tagen wieder einmal ordentlich gießen, dann wieder 5-10 Tage nicht (wäre in etwa meine Einschätzung).
Das habe ich auch schon gelesen, dass die Blätter bei Chilis so in Ordnung sein sollten. Es erscheint mir nur seltsam
Das Zelt würde ich gerne wärmer bekommen. Das ist nur schwer ohne Heizung, da die Umgebungsluft schon recht kühl ist.
Allein die Lampe bringt zwar ein paar Grad Plus, aber viel ist das leider nicht.
Zum Glück muss ich mich bei Photos nicht hetzen
Hier mal das (nun hoffentlich wöchentliche) Update. Der Mittwoch zeigt sich leider als denkbar schlechter Tag für mich, um abends noch entspannt im Forum zu schreiben. Nun versuche ich es mal mit dem Freitag.
Allzu viel ist nicht passiert in den letzten 1,4 Wochen.
Bei der jetzigen Kaltwetterperiode gehen die Temperaturen in der Dunkelphase leider auf 16,5 °C herunter. Tagsüber habe ich durch die Lampe relativ stabil Temperaturen zwischen 20 und 21°C.
Den VPD habe ich auf 1,0 erhöht, um zu testen, ob die Chilis damit besser zurecht kommen. Einen großen Unterschied kann ich allerdings nicht feststellen.
Ohne Heizung werde ich daran nun leider auch nichts ändern können. Eine Heizung wäre direkt bei Vivosun ab Mitte April wieder lieferbar. Das hilft mir nur bedingt, da der wirkliche Indoorgrow erst später stattfinden wird und ich dafür eher einen Luftentfeuchter als zusätzliche Ausrüstung bevorzugen würde.
Die Heizung kann ich, wenn überhaupt, gegen Ende des Jahres noch kaufen.
So wachsen die Pflanzen zwar langsam, aber sie wachsen und leben.
Probleme, Probleme, Probleme. Meine neuerlichen Indoor Erfahrungen bringen mir gerade nichts weiter als Probleme.
Die Temperaturen sacken seit de jüngsten Kälteperiode ab auf 16°C in der Dunkelphase. Bei Licht kann ich sie zwar bis 21°C treiben mit der Lampe, aber wirklich optimal scheint das alles nicht zu sein.
Die Pflanzen werden gelb. Einen Nährstoffmangel möchte ich gerne ausschließen, allein schon aufgrund der Größe der Töpfe und der dazugehörigen Pflanzen.
Zu viel Wasser sollte es eigentlich nicht sein, da die Erde jedes Mal oberflächlich abtrocknet, bevor ich giesse.
Gegen Schädlinge habe ich vor ein paar Tagen kombiniert Neemöl ins Giesswasser gegeben (gegen die Trauermücken, die wahrscheinlich weiterhin in geringer Anzahl die Erde bevölkert haben) + ich habe die Pflanzen mit einer Neemöllösung besprüht.
Beides mal 2ml Neemöl / Liter Wasser.
Ich tippe gerade darauf, dass die niedrigen Temperaturen Grund zur Sorge bereiten.
Über Tipps wäre ich in diesem Stadium sehr dankbar.
Noch zu erwähnen ist: Ich habe nun doch eine Heizung dazu gekauft, die das Zelt ab heute auf konstanten 24°C halten sollte.
Umluftventilatoren sollten nächste Woche ankommen.









