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Grow von vier Autoflower-Sorten in 1,5 Litern – Vorzucht unter LED, danach im Gewächshaus

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(@magnificent)
Hanfblatt
Beigetreten: vor 3 Wochen
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@klomeister123

Ich finde deine Pflanzen ziemlich außergewöhnlich. Wie es scheint hast du die nicht getopped sondern nur die Blätter beschnitten. Als Anfänger habe ich meine Pflanze an der sechsten Node getoppt und der Ertrag wird wahrscheinlich dem entsprechen, welche sechs Pflanzen von dir entsprechen.

Mich würde interessieren warum du es so machst.

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KloMeister123
(@klomeister123)
Reifeprofi
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Themenstarter  

Im Vergleich zu dir, habe ich Autoflower gegrowt und das outdoor. Diese haben einen sehr kurzen Lebenszyklus und gehen etwa nach 2-3 Wochen automatisch in die Blüte (ohne Lichtumstellung). Insgesamt werden sie nicht so groß, sind dafür aber bereits nach ~ 60-75 Tagen erntereif. 

Autoflower eignen sich für den Outdooranbau in Deutschland sehr gut, da sie draußen immer rechtzeitig fertig werden. Mit photoperiodischen Sorten ist das leider meistens nicht der Fall, diese fangen erst mit der kürzeren Tageslänge (etwa Mitte bis Ende August) zu blühen an und benötigen von da an noch etwa 7-11 Wochen (je nach Sorte) für die Blüte. Der Herbst muss einen da in die Karten spielen (warm und möglichst trocken sein). Wenn es regnerisch und kühl wird, dann muss man photoperiodische Sorten häufig vor der vollständigen Reife ernten, da es zu kalt ist oder Grauschimmel wegen des feuchten Wetters eintritt.

Mit Autoflowern erspart man sich das Risiko und alles ist leichter.

Das Toppen von Autoflower ist wegen des kurzen Lebenszyklus umstritten, kann man machen, bringt Outdoor aber nicht mehr Ertrag, eher sogar weniger. Indoor kann es ggf. etwas bringen, da man so effektiver das Licht nutzen kann und der Abstand der Blüten gleichmäßiger zur Lampe ist (mehrere Triebe anstatt einen hohen Mainbud).

Da die Sonne allerdings etwa 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, bringt es Outdoor nichts, dass die Triebe auf einer Höhe sind. Der Abstand zur Sonne ist im Grunde immer gleich, egal ob ich Toppe oder nicht - die Lichtintensität ändert sich nicht. Bei einer LED Lampe machen 20-30cm Abstand schon viel Unterschied von der Lichtintensität aus.

Das entfernen größerer Blätter macht man üblicherweise in der mittleren bis späteren Blütephase, um den Schattenwurf der Sonne (oder des LED-Lichts) auf die Blüten zu reduzieren. Die Buds bekommen dann mehr Licht ab und können dadurch noch etwas mehr an Harz / Terpenen zulegen. Zu früh sollte man die Blätter allerdings nicht entfernen, weil die Pflanze mit den Blättern Photosynthese betreibt und auch in der Blütephase die "Energie" der Fächerblätter für das Wachstum und zur allgemeinen Versorgung nutzt. Ab der mittleren Blütephase kann man aber nach und nach größere Blätter entfernen - immer nach und nach, nicht alle gleichzeitig.

 

Bei meinen Grows "experimentiere" ich immer ein wenig. Es geht mir nicht um maximalen Ertrag, sondern um Sortenvielfalt und Spaß. Dennoch lege ich natürlich wert darauf, dass die Blüten möglichst gut werden (wenn es denn die Wetterlage erlaubt, Outdooranbau ist wegen Regen und der schwankenden Luftfeuchtigkeit nicht so kontrollierbar wie der Anbau im Growzelt).

Ich habe dieses Jahr z.B. in nur 1,5 Liter Töpfen gegrowt, damit bleiben die Pflanzen automatisch etwas kleiner. Manche Autoflower können durchaus ihre 1,5 Meter Höhe erreichen (wenn der Topf groß genug ist), mit den kleinen Töpfen wurde das aber bewusst reduziert. Meine Pflanzen im zweiten Run waren nur ungefähr 80-90cm hoch. Im ersten Run (der in diesem Thema auch zu sehen ist) habe ich sogar getoppt, damit wurden die Pflanzen allerdings deutlich kleiner.

Durch das Growen von Autoflowern kann ich zwei oder sogar drei mal in nur einem Jahr draußen anbauen. Das macht mir Spaß und ich kann dabei sogar ein wenig "experimentieren". Jedes Jahr das gleiche zu machen wäre ja langweilig.


Dieser Beitrag wurde geändert vor 2 Wochen 14 mal von KloMeister123

   
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(@magnificent)
Hanfblatt
Beigetreten: vor 3 Wochen
Beiträge: 17
 

Herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!

Ich empfinde es als große Schwierigkeit, die richtigen klimatischen Bedingungen für meine Pflanze im Grow Zelt zu schaffen. Mal ist es zu warm, mal zu feucht. Gegen zu trockene Luft kann ich was mit einem Luftbefeuchter tun, gegen zu hohe Hitze eigentlich nur das Zelt offen lassen. Ist nur blöd wenn die Umgebungsluft über 70% Feuchte liegt, dagegen kann man nichts unternehmen.

Der Abstand zur LED-Lampe beträgt mittlerweile 35-40 Zentimeter. Ich habe sie wohl früh genug in die Blüte geschickt. Dachte mir schon, dass es durch die Wärmeabstrahlung der Lampe "brenzlig" werden könnte.

Momentan fühlt sie sich bei 25,7° und 63% Luftfeuchtigkeit hoffentlich wohl.

Viele Grüße



   
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