KI gestützter Anbau
AC Infinity
Anzeige
Benachrichtigungen
Alles löschen

Grow von vier Autoflower-Sorten in 1,5 Litern – Vorzucht unter LED, danach im Gewächshaus

23 Beiträge
4 Benutzer
26 Reactions
714 Ansichten
KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 476
Themenstarter  

Es ist endlich soweit, der Grow für das Jahr 2026 beginnt.

 

Zunächst einmal die wichtigsten Details kurz zusammengefasst:

Sorten (Automatik) - je 1 Pflanze geplant:


Vorzucht unter LED
(Indoor auf Fensterbank):

  • ~2 Wochen Vorzucht
    • Dann Outdoor im Gewächshaus
  • 2x 7,5W LED Lichtleisten (sehr effizient 218 Lumen/W) mit 4000k Farbtemperatur


Erde und darin verwendete Dünger und Mineralstoffe:

  • Keimung in Anzucht- und Kräutererde (Naturtalent)
  • Umtopfen in Universalerde (Naturtalent)
    • Erde ist zusätzlich versetzt im unteren Drittel mit:
      • Langzeit Tomatendünger (Granulat)
      • etwas Hornspäne
      • Diabas Urgesteinsmehl


Verwendete zusätzliche Dünger (über Gießwasser):

  • Brenesseljauche (Wachstum)
  • Blütedünger COMPO Blumendünger mit Guano (Blüte) - NPK (4,5,6)

 

Topfgröße:

  • Anzuchttopf: 75ml (nur zur Keimung)
  • Growtopf: 1,5 Liter (bewusst klein)

 

Mittel gegen Ungeziefer:

  • Neemöl
  • Brenesseljauche, Brenesselsud

 

Es wurden jeweils zwei Samen der selben Sorte eingesät. Dies entspricht 4 Sorten x 2 Samen, also insgesamt acht Samen. Ziel ist es, dass mindestens eine Pflanze je Sorte keimt. Sollten zwei Samen der gleichen Sorte keimen und habe ich am Ende insgesamt mehr als vier gekeimte Pflanzen, dann verschenke ich alle diese Pflanzen, die ich mehr als einmal habe um so auf meine maximal 4 Pflanzen zu kommen. Keimen insgesamt nur vier Pflanzen (auch doppelte), dann ziehe ich groß was ich habe. Ich möchte idealerweise die Sortenvielfalt, aber nur maximal vier Pflanzen. Für mehr ist kein Platz unter der LED-Lampe.

Die Sorten werden in acht kleinen Anzuchttöpfen gekeimt und dann zügig nach der Keimung in den 1,5 Liter Endtopf umgetopft. Die 1,5 Liter wurden bewusst gewählt, da ich zum einen nur kleine Pflanzen haben möchte und zum anderen reizen vier dieser Töpfe den Platz unter der LED-Leiste maximal aus.

Stimmt das Wetter draußen (ungefähr 18°C Tagestemperatur und nicht kälter als 8°C in der Nacht), dann kommen die Pflanzen nach draußen ins Gewächshaus. Frühestens in 10 Tagen nach erfolgreicher Keimung spätestens aber in etwa 21 Tagen aufgrund von Platzmangel unter der LED-Leiste.

 

Growzubehör wie Töpfe, Untersetzer, Gießkanne, Umtopfschieber und LED-Leistenhalterung (verstellbar) wurden eigenkonstruiert und 3D-gedruckt.

Töpfe, Untersetzer, Gießkanne und Schieber zum Umtopfen:

Der Schieber soll dabei helfen, den Erdballen im gesamten und ohne Stress für die Pflanze herauszuschieben:

 

Die höhenverstellbare LED-Lichtleistenhalterung sorgt für eine optimale breitflächige Beleuchtung der Pflanzen und lässt sich bei zunehmender Größe der Pflanze schrittweise nach oben bewegen und durch die Stifte fixieren

 

Die kleinen Löcher in den Töpfen sorgen für eine gute Luftzufuhr im Wurzelbereich (ähnlich wie die Air Pots). Aufgrund des kleinen Durchmessers, bleibt die Erde dennoch vollständig im Topf und wird nicht herausgespült.

 

Wenn die Pflanzen gekeimt sind und etwas größer sind, dann werden sie getoppt (entgegen der Empfehlung für Automatiks). Ich möchte kleine eher buschige Pflanzen und nehme daher bewusst in Kauf, dass durch das Toppen Stress erzeugt wird. Die Pflanzen müssen nicht Maximalertrag erreichen (was sie in den kleinen Töpfen sowieso nicht können). Ich möchte schöne Pflanzen und gleichmäßige Buds, damit ich homogene und schöne Blüten ernten kann. Diese Methode verringert Reifeunterschiede zwischen Mainbud und dem unteren Teil. Nach dem Motto: Klein aber fein.

Die Pflanzenhöhen sollen sich zum Ende in einem Wunschbereich von 50 - 80cm bewegen, dabei erwarte ich einen Ertrag von etwa 14-20g (getrocknet) je Pflanze. 

 

Zunächst habe ich jeweils zwei Samen der vier unterschiedlichen Sorten in die acht Anzuchttöpfe gesät. Dazu habe ich ganz simpel ein Loch von 5mm Tiefe erzeugt, den Samen hineingelegt, Erde drüber geschoben und vorsichtig angedrückt.
Zuvor wurde die Erde im Topf bereits etwas befeuchtet und nach dem Einsähen auch nochmal leicht von oben angegoßen. Anschließend Frischhaltefolie drüber mit Löchern (damit etwas Luftaustausch stattfindet aber die Luftfeuchte für die Keimung erhöht ist).

 

Nun heißt es etwa 4-8 Tage warten und hoffen, dass jede Sorte mindestens einmal keimt.

Die Samen wurden bereits bei mir zuhause für etwa 6 Monate gelagert und zusätzlich mehr oder weniger lange beim Händler. Ich nehme keine zu hohe Keimungsrate an, ich denke ~60% im Durchschnitt ist eine gute Orientierung, aber ich lasse mich überraschen. Ich vermute hier große Unterschiede zwischen den Sorten, da auch teils ältere Genetiken dabei sind, die vielleicht schon Jahre im Lager verbracht haben. Wenn alle Sorten keimen, wäre es toll, aber ich kann mir vorstellen, dass hier bei manchen Sorten auch ältere Samen dabei sein könnten. Die Chance ist also vorhanden, dass von einer Sorte nichts keimt, dafür bei einer anderen Sorte nahezu alles. Im schlimmsten Fall, fallen ein bis zwei Sorten aus und es beläuft sich eventuell doch auf einen Grow mit zwei Pflanzen einer Sorte. Für den Notfall habe ich jedoch noch Auto Gorilla Zkittles im Petto.

Wir wollen aber mal nicht zu pessimistisch sein, Gedanken machen ist gut, aber es wird schon klappen!


Dieses Thema wurde geändert vor 1 Monat 15 mal von KloMeister123

   
weedpete, Arakyr, Paul und 1 anderen gefällt das
Zitat
Eigenbedarf
(@eigenbedarf)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 417
 

Was hast Du denn für einen 3D-Drucker, dass der ganze Töpfe drucken kann?

Und welche PPFD bekommst Du aus 2*7,5 W LED raus?

PS: ... und das ganze Projekt schaut mal wieder sehr interessant aus!

 



   
AntwortZitat
KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 476
Themenstarter  

Und welche PPFD bekommst Du aus 2*7,5 W LED raus?

 

Abstand PPFD LEDs DLI LEDs PPFD Tageslicht + LEDs DLI Tageslicht + LEDs
6 cm 572 35,0 735 45,0
7 cm 526 32,2 689 42,2
8 cm 481 29,5 644 39,5
9 cm 439 26,9 602 36,9
10 cm 402 24,6 565 34,6
11 cm 369 22,6 532 32,6
12 cm 338 20,7 501 30,7
13 cm 313 19,1 476 29,1
14 cm 289 17,7 452 27,7
15 cm 268 16,4 431 26,4

 

Die Lichtleisten wurden physikalisch möglichst realistisch berechnet. Eine Leiste mit 48x LEDs auf 560mm gleichmäßig verteilt und doppelt für zwei LED-Leisten parallel mit 6cm Abstand zwischen den Leisten bei zusammen ~3400 Lumen, 80 CRI und 4000k Farbtemperatur. Abends (nach Sonnenuntergang) stelle ich Reflektorpappen um das Gestell für mehr Reflexion auf, weil die Sonne dann untergegangen ist. Dafür habe ich für das LED Licht einen Zuschlag von +6% angenommen.

Mitte und Randbereich wurden berücksichtigt und zu einem Mittelwert verrechnet. Durch die vielen LEDs, die breitflächig verteilt sind, überlappt sich das Licht, wodurch Tiefenwirkung verbessert wird und "Spots" verringert werden. Daher ist das Licht selbst im Randbereich nicht so wesentlich schwächer als in der Mitte. Die Töpfe stehen auch komplett unter den Leisten mit leichtem Headroom der LED's nach rechts und links.

Für das Tageslicht wurde die Südseite mit leichter Bewölkung und gewisser Scheibenreflexion für Mitte April angenommen. Grob kommt man auf einen Tageswert von + 10 DLI, wenn das Licht der Sonne zusätzlich zu meinen LED-Leisten auf die Pflanzen durch das Fenster strahlt. Das deckt sich grob mit Daten aus dem Internet, wenn Pflanzen auf der Fensterbank am Fenster stehen.

Beleuchtungsdauer der LED-Leisten ist 17h eingeschaltet, 7h ausgeschaltet (Digitale Zeitschaltuhr). Ich schlafe im gleichen Zimmer, daher die 7h "Nachtruhe".

 

Ich habe auch mal mit der App "PPFD Meter" gemessen, einfach mal just 4 fun. Die Ergebnisse scheinen nicht so abwegig zu sein. Ich habe eher am Randbereich gemessen.

 

Insgesamt kommt da wirklich viel Licht zusammen. Letztes Jahr hatte ich da sehr gute Erfahrungen gesammelt mit einem ähnlichen Setup (Lichtgestell war etwas kompakter). Siehe Foto im Post hier: https://kifferforum.de/community/postid/2534/


Dieser Beitrag wurde geändert vor 1 Monat 6 mal von KloMeister123

   
Arakyr, Eigenbedarf und weedpete gefällt das
AntwortZitat
Arakyr
(@arakyr)
Harzsammler
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 380
 

Ich bin sehr gespannt, wie sich die einzelnen Sorten in den Wuchsformen äußern werden.

 



   
Eigenbedarf gefällt das.
AntwortZitat
KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 476
Themenstarter  

Die Samen sind gekeimt:

  • 0x Super Lemon Haze (SLH)
  • 1x Space Cookies (SC)
  • 2x Cinerella 99 (C)
  • 2x Skywalker Haze (SH)

 

 

Die Keimrate lag bei 5/8  und damit bei 62,5%.

Ich habe eine Keimrate von 60% angenomme. Dies liegt in dem genau von mir erwarteten Bereich. Leider hat es keine Super Lemon Haze für diesen Run geschafft. Der aktuelle Blick in die Töpfe der noch nicht gekeimten Samen, lässt auch nicht vermuten, dass diese auf einem guten Wege sind. Ich habe da ein Auge für, wie sich die Erde wölbt. Wenn dann werden es extreme Nachzügler, aber ich glaube, da ist kein "Leben" vorhanden. Ich gebe diesen noch 10% Chance, bin mir aber eigentlich sicher, dass es sich auf diese 5 Pflanzen beläuft.

 

Ich habe mir überlegt, wie ich diesen Grow mit meinen drei unterschiedlichen Sorten, wo es jedoch zwei gleiche gibt, interessanter gestalten kann und mir kam eine interessante Lösung in den Sinn.

Eine wegzugeben und zwei der gleichen Sorte identisch zu growen, schien mir zu langweilig. Daher kam mir eine interessante Idee in den Sinn. Ich growe wie geplant die drei von vier unterschiedlichen Sorten, die gekeimt sind in den 1,5 Liter runden Töpfen und die zwei Sorten, die ich doppelt habe (Cinderella 99 und Skywalker Haze), kommen hingegen in jeweils einen sehr ungewöhnlichen und eher ungeeigneten viel zu langen rechteckigen Topf (mittig gepflanzt).

Zum einen ergibt das ein interessantes Experiment zwischen der Performance von runden Töpfen und ungeeigneten länglichen Töpfen, bei der die Wurzeln sich (wahrscheinlich) schlechter entfalten können und zum anderen, bekomme ich mit dieser "eigenartigen" Topfform die Pflanzen noch gut auf meine Fensterbank unter die LED-Lichtleisten zusätzlich zu meinen runden Töpfen.

So haben wir ein weiteres Experiment zusammen mit dem eigentlichen Grow. Der Vergleich wird zeigen, ob die Topfform relevant ist oder gar nicht so viel ausmacht. Außerdem muss ich so keine Pflanze weggeben und der Grow wird dadurch zugleich interessanter.

Die Töpfe haben auch in etwa 1,5 Liter Erdinnenvolumen, haben hingegen aber Innenmaße von 7 x 20cm. Das ist extrem ungewöhnlich und es könnte interessant zu sehen sein, wie sich dies in der Praxis bemerkbar macht.

So können wir den Grow von Cinderella und Skywalker Haze in jeweils einem runden (ideal geformten) Topf mit dem Grow in einem sehr unüblichen länglichen rechteckigen Topf vergleichen.

Heute Abend topfe ich bereits in die Endtöpfe um. Davon wird es dann nochmal Content geben. Da meine Anzuchttöpfe sehr klein sind, sollten die Wurzeln schnell neuen Platz bekommen. Die Anzuchttöpfe waren nur zur Keimung gedacht.


Dieser Beitrag wurde geändert vor 1 Monat 14 mal von KloMeister123

   
Arakyr gefällt das.
AntwortZitat
KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 476
Themenstarter  

Das Umtopfen ist erledigt:

 

Bio Universalerde zusammengemischt mit Bio Tomatenlangzeitdünger, Hornspäne und etwas Diabas Urgesteinsmehl im unteren Teil, danach dann die Bio Anzucht- und Kräutererde drüber:

 

Fertig umgetopft am Zielort:

 

Das Umtopfen ging mit dem "Schieber" richtig gut, ich konnte den Ballen ohne das er zerfallen ist, im ganzen Umsetzen. Ich denke das hat kaum bis keinen Stress für die Pflanze erzeugt.

Anordnung der Pflanzen:

  • Links: Cinderella (länglicher Topf und runter Topf)
  • Mitte: Space Cookies
  • Rechts: Skywalker Haze (länglicher Topf und runder Topf)

 

Dann schauen wir mal wie sich die Pflanzen entwickeln.


Dieser Beitrag wurde geändert vor 1 Monat 6 mal von KloMeister123

   
Arakyr und weedpete gefällt das
AntwortZitat
weedpete
(@weedpete)
Wachstumskünstler
Beigetreten: vor 7 Monaten
Beiträge: 36
 

Mach doch bei den länglichen Töpfen auch noch etwas LST, vielleicht zwei Haupt-Triebe in der Länge der Töpfe führen, von denen weitere nach oben/zur Seite wachsen. Die ungewöhnliche Form der Töpfe ließe sich dafür perfekt nutzen.


I can dress up the dead man - but I can't bring him back to life!


   
KloMeister123 gefällt das.
AntwortZitat
KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 476
Themenstarter  

Ja einmal toppen + LST (in geringer Form) also etwas auseinander ziehen für mehr Luft und Platz ist geplant.

Für beide Topfarten (alle Pflanzen).



   
weedpete gefällt das.
AntwortZitat
Seite 1 / 3
Teilen: