Hi Leute,
Ich bin´s mal wieder nach längerer Abwesenheit.
Hatte ne lange Phase innerer Unsicherheit und Stimmungsschwankungen, was mit meinen psychischen Problemen zu tun hat.
Aktuell bin ich seit wenigen Wochen in psycho-therapeutischer Behandlung und hab auch ein paar gute persönliche Kontakte geknüpft. Und nun auf der Suche nach einem Psychiater für Diagnosen und weitere Behandlung (ist übel kompliziert, aber hab langsam bissle Durchblick.)
Aktuell steht mal der Begriff "Bi-Polar" im Raum, irgend sowas auf jeden Fall vermuten wir - das würde halt einiges erklären.
Kiffen hab ich im Wechsel weniger Wochen immer wieder aufgehört und wieder angefangen, weil ich zwischen extremen Depris und übersprudelnden Hochgefühlen schnell gewechselt hab.
Bin zudem gläubig und in einer guten Gemeinde, aber das ist echt schwer manchmal, wenn man seinem eigenen Verstand nicht mehr traut.
Ich kiffe.
Aktuell hab ich noch keine ärztliche Medikation (Anti-Depressiva, ect) verschrieben / im Test.
Aber das kiffen bewirkt bei MIR, dass ich Ruhe finde im Kopf.
Nicht mehr 10.000 Gedanken gleichzeitig, sondern ich kann einen oder wenige Gedanken gezielter verfolgen - wie "Urlaub im Kopf", wie ich es nenne.
Um tatsächlich weniger innere Unruhe zu haben und damit immer sehr nervös zu sein, rauche ich aber schon relativ stark zu Feierabend. Grund ist, dass bei einer depressiven / negativen Phase die Emotionen so dermaßen stark sind, dass ein "normaler" Konsum gar nichts mehr bewirkt; sogar Alkohol ist fast wirkungslos (trinke aber nur noch sehr selten, meist nur eine Flasche, damit der Törn stärker wird - sollte man aber echt nicht machen :O )
Wenn es mir dann wieder besser geht, rauche ich in der Regel weniger, teilweise lasse ich es tagelang, weil mich DANN das high-Gefühl stört - ich bin gerne nüchtern, wenn ich es ertrage (keine negativ-Phase habe.)
Das negative am kiffen - träge werden, langsamere Gedanken, innerlich wie abgekapselt sein von der Realität, ect - ist dabei gleichzeitig das positive, weil ich damit eben etwas ruhiger und vernünftiger, überlegter handeln und denken kann.
Der Neben-Effekt ist aber, DASS ich eben "neben mir stehe" innerlich, und meine Emotionen sehr stark gedämpft sind; also auch weit nach dem Cannabis-High.
Ich suche gezielt psychologische Hilfe.
In jedem Fall kann ich aber aus jetziger eigener Erfahrung nur sagen:
Wenn man Depressionen oder andere psychische Herausforderungen hat, ist es das wichtigste, geschulte und erfahrene psychologische Begleitung zu haben.
Das sind Menschen, denen man alles sagen kann (Schweigepflicht), und das muss man auch so nach und nach, wenn man ehrlich etwas ändern will.
Denn dann kommt man in ein anderes überlegen, und geht auch mit kiffen anders um; in der Art, wann und wie man es nutzt, und warum.
Überhaupt sollte man sich intensiv mit dem Thema Cannabis in jeder Hinsicht beschäftigen, auch verschiedene Sorten gezielt ausprobieren, um Fachwissen und Erfahrungen aufzubauen.
Fachwissen ist bei jeder Krankheit (hab mehrere) - das A & O.
Selbst-Medikation kann schon unterstützend/temporär stabilisierend sein, aber nur, wenn man wirklich auch weiß, was man da macht.
Mein Umgang damit
Ich teil das mit Euch, weil ich offen damit umgehe - Psychische Krankheiten sind auch nur Krankheiten wie andere; sie haben zwar andere Symptome, sind wirklich hart bei vielen Menschen. Aber etwas, das viele andere Menschen genauso erleben, wie ich - und vielleicht wie DU.
Und auch wenn´s bei mir jetzt lang gedauert hat, bis ich tatsächlich Hilfe in Anspruch nehme - es GIBT Hoffnung, dass es mal besser wird, oder dass man lernt, damit umzugehen und zu leben.
Und damit Euch eine gute Zeit, und Mut, Dinge anzugehen.