Damit Cannabis überhaupt in eine für unseren Körper nutzbare Form ist, muss es zuvor decarboxyliert werden.
Ausgangsstoff:
Rohes Cannabis enthält THCA (Tetrahydrocannabinolsäure) und
CBDA (Cannabidiolsäure). Diese sind nicht psychoaktiv.
Ablauf der Decarboxylierung:
Durch Hitze wird die Carboxylgruppe (-COOH) abgespalten,
wodurch THCA zu THC und CBDA zu CBD wird.
Warum ist Decarboxylieren nötig?
THCA bindet nicht an Cannabinoid-Rezeptoren im Körper
und löst keine psychoaktive Wirkung aus.
Erst nach der Umwandlung zu THC kann es an
Rezeptoren im Endocannabinoid-System andocken
und eine Wirkung entfalten.
Das geht nur, wenn das Cannabis vorher bei ~115°C für eine gewisse Zeit (~30 Minuten) erhitzt wird. Zum Beispiel im Backofen oder in Öl / Butter.
Wasser erreicht leider bei normalem Luftdruck nur 100°C und ist daher nicht ausreichend für eine erfolgreiche Decarboxylierung.
Und wie du bereits erwähnt hast, lösen und binden sich Cannabinoide nicht an Wasser.
Entweder pulverisierst du dein zuvor decarboxyliertes Cannabis und fügst dieses dem Tee hinzu, so dass die Partikel vollständig im Wasser enthalten sind oder du löst das Cannabis in Fett und packst dieses in deinen Tee.
Eine Möglichkeit wäre auch, dass THC in Sahne / fetthaltiger Milch zu lösen und dieses in den Tee zu geben.
Nur mit heißem Wasser und der direkten Zugabe von nicht zuvor decarboxyliertem Cannabis, wirst du leider wenn überhaupt nur einen Bruchteil der möglichen Wirkung erreichen.