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Zu hell

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Eigenbedarf
(@eigenbedarf)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 417
Themenstarter  

Ich baue seit 8 Wochen zwei Photoperiodische auf dem Balkon an. Eigentlich ja deutlich zu früh. Bei kaltem Wetter (unter 10° C) stelle ich sie rein, wenn's warm ist stelle ich sie auf den Balkon. Dieser liegt in Süddeutschland und in Südausrichtung, wobei die Einstrahlung durch Gebäude und Bäume eingeschränkt ist. Seit einem Monat verwende ich einen Fyta Beam g.1 Sensor um die tägliche Lichtmenge zu bestimmen.

Also im April hatte ich ein DLI von 60 mol/m2/d, das entspricht 18 Stunden Licht pro Tag mit über einer PPFD von über 800 mol/m2/s, wobei der Monatsanfang ja ziemlich kalt und dunkel war. Also trotzdem eine Menge Licht und eigentlich zu viel. Die Fyta-app warnt mich auch vor zu viel Licht.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich um diese Jahreszeit zu viel Tageslicht haben könnte.



   
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KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 476
 

Man kann Sonnenlicht und LED-Growlampen nicht so wirklich 1 zu 1 vergleichen.

Das Lichtspektrum unterscheidet sich sehr. LED-Growlampen haben in der Regel erheblich mehr Blauanteil im Lichtspektrum und dafür weniger Rotanteil. Infrarot fehlt bei LED-Lampen fast vollständig.

Die Sonne bietet weniger Blauanteil dafür viel Rotanteil und auch Infrarot.

Durch das Infrarotlicht transpiriert Cannabis besser und auch der Nährstofftransport ist deswegen besser. Der UV Anteil der Sonne sorgt dafür, dass die Pflanzen einen Schutz aufbauen (wie wenn Menschen braun werden und dann langsamer einen Sonnenbrand bekommen).

Die DLI Richtwerte sind nur für Growlampen nutzbar und nicht auf das Sonnenlicht übertragbar. Es sind einfach andere Bedingungen für die Pflanze.

Blaues Licht ist Energiereicher und sorgt dafür, dass die Pflanze Blätter ausbildet. Insbesondere wenn dort die Grenze für die Pflanze überschritten wird, wirkt sich das negativ auf die Pflanze in Form von Lichtstress aus.

 

Wenn man Cannabis langsam an die Sonne gewöhnt und bei den Keimlingen vorsichtig ist, dann hat Cannabis kein Problem damit die volle Dröhnung Sonne abzubekommen. Es ist sogar gut. In der Natur wo sie heimisch sind, ist es auch so. Die Pflanzen kennen diese Umgebung bestens und haben es in ihren Genen.


Dieser Beitrag wurde geändert vor 3 Wochen von KloMeister123

   
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KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 476
 

Eine Sache habe ich noch vergessen zu erwähnen, die sicherlich auch entscheidend ist (Edit geht leider nicht mehr):

Die Sonne ist nicht so konstant wie künstliches Licht.

Zum einen ist die Lichtintensität sehr schwankend durch die Sonnenhöhe (Sonnenauf- und Sonnenuntergang) und die Bewölkung und zum anderen dreht sich die Erde. Die Sonne wandert damit um die Pflanze herum und beleuchtet damit je nach Uhrzeit unterschiedliche Stellen der Pflanze stärker.

Das kann eine Growlampe auch nicht bieten, die leuchtet immer mit gleicher Intensität aus dem gleichen Winkel.



   
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Arakyr
(@arakyr)
Harzsammler
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 380
 

Hier war es die gesamte letzte Woche über sehr sonnig und kaum bewölkt. Das würde ich auch als sehr hell wahrnehmen.

Vielleicht mittelt sich das noch ein.

Hast du einen Graphen mit Zeit und Lichtintensität?



   
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Eigenbedarf
(@eigenbedarf)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 417
Themenstarter  

@arakyr

Screenshot 20260506 074559 FYTA


   
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Eigenbedarf
(@eigenbedarf)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 417
Themenstarter  

@klomeister123 Also das Fyta Beam ist auf Sonnenlicht eingestellt und er ermittelt das DLI, also misst er kontinuierlich mit und registriert so auch Schwankungen in der Sonneneinstrahlung.

Ich finde es schon interessant, dass bereits Ende April eher zu viel Licht auf den Balkon scheint. Bisher hatte ich die Meinung, dass Hanf gar nicht genug Sonne bekommen kann.



   
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KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 476
 

 Bisher hatte ich die Meinung, dass Hanf gar nicht genug Sonne bekommen kann.

Hanf ist eine sehr lichtliebende Pflanze und kommt mit viel direkter Sonne hervorragend klar. Zumindest dann, wenn sie vorher langsam daran gewöhnt wurde.

Direkt von drinnen in die pralle Sonne zu stellen, kann natürlich Stress verursachen, weil die Pflanze sich erst an die deutlich höhere Licht- und UV-Intensität anpassen und entsprechende Schutzmechanismen aufbauen muss. Wenn sie aber vernünftig abgehärtet wurde, ist volle Sonne ab etwa der zweiten Woche normalerweise kein Problem.

Hanf stammt nicht aus dunklen, schattigen Bedingungen, sondern wächst und wird seit Jahrtausenden in warmen, sonnenreichen Regionen angebaut. Die Pflanze ist darauf ausgelegt, viel Licht zu verwerten.

Wenn sie gesund aussieht und gut wächst, würde ich eher der Pflanze selbst, ihrer Biologie und der langen Anbaugeschichte unter voller Sonne vertrauen als einer App-Einschätzung.

 

Ich hatte noch nie ein Problem mit zu viel Sonne in der Praxis, eher im Gegenteil, wenn zu wenig Sonne geschienen hat (starke Bewölkung über mehrere Tage), dann führte das eher zu hohen und weniger buschigen Pflanzen. Lange Tage bei viel Sonnenschein haben meinen Cannabispflanzen insgesamt am besten getan, es gab keinerlei Anzeichen von irgendeinem Lichtstress.


Dieser Beitrag wurde geändert vor 2 Wochen 3 mal von KloMeister123

   
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Arakyr
(@arakyr)
Harzsammler
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 380
 

Die Lichtintensität wäre mit Werten um die 50 mol/m²/d optimal.

Der Ausreisser mit über 140 mol... kommt mir komisch vor und verändert den sonst optimalen Durchschnitt stark.

Der Medianwert dürfte bei 70 liegen, was ich bei wolkenklarem Wetter momentan nicht weiter hinterfragen würde

 


Dieser Beitrag wurde geändert vor 2 Wochen von Arakyr

   
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