Ich habe dieses YouTube Video zum Cannabisanbau (auf dem Kanal des Deutschen Hanfverbands) entdeckt und finde das sehr gut für Anfänger.
Videos geben immer noch mal mehr Lerneffekt und sind nicht ganz so langweilig wie stumpfe lange Texte.
Ich habe den Zeitstempel etwas weiter vorn gesetzt, weil dort der Vortrag beginnt. Zuvor war es noch eher Smalltalk oder nicht relevant. Natürlich kann man auch nochmal zurückspulen:
Direkt URL:
https://www.youtube.com/watch?v=x5sUl4yyVkY&t=221s
Ideal für Anfänger / Beginner, die im Garten oder auf dem Balkon anbauen wollen und aktuell sehr passend, weil die Growsaison demnächst beginnt.
Das Video gibt einen richtig guten Gesamtüberblick und vermittelt das relevante Wissen, dass für einen Outdooranbau benötigt wird.
Schon jetzt (nach ein paar Minuten anschauen) ein super Video. Danke dafür! Vielleicht kann man den Beitrag pinnen?
I can dress up the dead man - but I can't bring him back to life!
Also ich bin kein Fan der Einstellung, dass man als Cannabis-Anfänger "Cannabiserde" und "Cannabisdünger" und andere "Cannabisspezialprodukte" aus dem Growshop benötigt. Genau im Gegenteil.
Außerdem finde ich das für Anfänger viel zu viele Infos.
Interessant finde ich dagegen das Q&A am Schluss.
Der Fotograf gefällt mir
https://www.kandidkush.com/portfolio
Die Länge des Videos hat mich etwas abgeschreckt, aber jetzt bin ich froh, es gesehen zu haben
Also ich bin kein Fan der Einstellung, dass man als Cannabis-Anfänger "Cannabiserde" und "Cannabisdünger" und andere "Cannabisspezialprodukte" aus dem Growshop benötigt. Genau im Gegenteil.
Macht er im Vortrag ja eigentlich auch nicht. Das einzige was er sagte ist, dass es mit spezieller Cannabiserde wie "Lightmix" leichter ist, geeignete Erde zu finden. Aber grundsätzlich sagt er ja, Kräutererde (Keimungserde) ist für die Anzucht geeignet.
Eigentlich heißt das nur, wenn man spezielle Lightmix Cannabiserde nutzt, dann ist die Chance hoch, dass man eine Erde bekommt, die von den Nährstoffen für Cannabis (für die Keimung und ein paar Wochen danach) gut passt. Grundsätzlich ist es aber auch möglich andere Erden zu nehmen, nur muss man sich dann vielleicht in Foren informieren um nicht Erst-Tester zu sein und dann womöglich eine nicht so gut geeignete Erde erwischt.
Aber eine Garantie, dass alles läuft hat man nie. Der pH-Wert des Leitungswasser, Temperatur, Licht, Luftfeuchte und Gießverhalten sind ebenso wichtig wie die passende Erde. Auch mit geeigneter Erde kann es schief laufen, wenn andere Voraussetzungen nicht stimmen. Ebenso können einen natürlich immer auch Schädlinge erwischen. Entweder direkt aus der Erde, von Nachbarpflanzen aus der Wohnung, durchs Fenster hinein oder eben beim Outdooranbau direkt von draußen.
Meinen allerersten Autoflower Grow (der wurde hier im Forum nicht präsentiert), habe ich mit der günstigsten Baumarkt B1 Blumenerde gemacht. Auch das hat geklappt. Die Erde war sehr grob, für die Keimung nicht ideal, aber wenn man darauf achtet, dass über dem Samen nicht genau ein großer Ast liegt, funktioniert auch das. Außerdem hatte ich auch noch einen Befall mit Minierern (vielleicht aus der Erde). Die Pflanzen (Autos) waren trotz dessen auch in dieser kostengünstigen Blumenerde am Ende 1,5 Meter hoch und haben ~50g (trocken) je Pflanze abgeworfen. Für Autoflower Outdoor war auch das nicht schlecht.
Ich finde es macht auch Spaß, mal zu zeigen, dass man nicht immer alles genau mit den Standardprodukten nach dem Standardplan durchführen muss, sondern das es auch anders geht.
Gerade im Bezug auf das Düngeverhalten, finde ich es teilweise extrem, wie sehr sich da einige Grower abhängig machen von spezifischen Produkten und deren Düngeplan. Ich habe es schon häufig erlebt, dass genau deswegen der Grow auf Grund von Überdüngung schiefgelaufen ist. Tatsächlich funktioniert ein genauer Plan eben häufig nicht beim Cannabisanbau, da bei einem Homegrow so viele Variablen hineinfließen, dass ein spezielles Düngeschema nach Zeitablauf nicht passt. Beim Düngen ist es meiner Meinung nach viel effektiver optisch zu prüfen, wie die Pflanzen aussehen, anstatt nach Schema X eine gewisse Menge Dünger hinzuzugeben, nur weil es das Düngeschema des Herstellers so sagt. Mineralischer Dünger kann falsch eingesetzt erheblichen Schaden an den Pflanzen verursachen. Da ist prüfen und dann handeln essenziell. Nur handeln nach Zeitplan ist keine gute Idee.
Gerade beim Düngen gibt es so viele Möglichkeiten auf spezifische Markenprodukte zu verzichten und man erspart sich damit häufig zugleich Zeit, Stress und Geld. EC-Meter, pH-Wert messen, braucht man alles gar nicht, wenn man mit organischen Komponenten arbeitet und vernünftig überprüft, wie es den Pflanzen denn eigentlich geht.
Im Grunde sind wir uns einig. Ich bin auch kein Fan davon, überteuerte "Markenprodukte" zu nutzen. Ich kann aber auch verstehen, dass man keine Experimente eingehen möchte, wenn man Cannabissamen gekauft hat, wo ein Samen mehr als 10€ kostet. Das muss jeder selber entscheiden. Wer weniger Risiko eingehen will, der sollte sich entsprechend informieren, welche Erden im Bereich Keimlinge erprobt sind und gut passen. Ansonsten finde ich es auch immer schön, wenn experimentiert wird. Ohne Versuche, wüssten wir sonst nie, welche ggf. günstigen alternativen Erden ebenfalls gut performen.
Außerdem finde ich das für Anfänger viel zu viele Infos.
Kurz und "effizient" war der Vortrag nicht, aber ich fand er war interessant, nicht langweilig und hat insgesamt einen guten Überblick gegeben. Nur weil man Anfänger ist, heißt es ja nicht, dass man nicht neues Wissen dazu gewinnen will. Das Interesse ist ja meistens gerade bei Anfängern, die ein neues Hobby starten wollen, besonders hoch.
Das man nicht alle gezeigten Dinge im Vortrag 100% teilt, ging mir auch so. Aber es war auch nichts dabei wo ich sage, dass ist absoluter Quatsch. Manche Dinge haben "Interpretationsspielraum" und mehrere Wege führen zum Ziel.
Zum Beispiel fande ich das Ausdünnen der Pflanzen, wo sie die unteren zwei Drittel weggenommen haben zu viel für Outdooranbau. Wenn man die Triebe durch Herunterbinden auseinander zieht, erreicht man damit meiner Meinung nach mehr im Bezug auf die mögliche Erntemenge. Außerdem muss man beachten, dass Outdoor die Sonne um die Pflanzen wandert (Sonnenaufgang, Sonnenuntergang). Gerade Outdoor, ist es nicht ganz so essenziell, so stark "Lollipopping" zu betreiben wie Indoor. Der Platz ist draußen ja vorhanden, also lieber herunterbinden als 66% wegzuschneiden.