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Mehltau 5te Blütewoche indoor

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(@tinytoon)
Keimling
Beigetreten: vor 5 Monaten
Beiträge: 1
Themenstarter  

Hallo ich habe meinen indoor grow mit 2 cannalop Haze und 2 super lemon Haze laufen beides sind stecklinge gewesen und super gestartet. Wir haben ein 1,20mx 1,20 m Zelt mit einem 25 l Topf und drei 11 Liter Töpfen.

Vor gut einer Woche haben wir kleine weiße Flecken auf den Pflanzen gesehen. Dank unseres growshops des vertrauens haben wir rausgefunden  das es Mehltau ist. Wir haben dann mit neudorff behandelt. Anscheinend kommt aber immer mal was nach. Da immer wieder kleine Stellen neu auftauchen. Ich habe bereits alle befallenen Stellen immer wieder entfernt. Jetzt haben wir No Stress von green planther auf der cannafair bekommen. Was sagt ihr was können und wie können wir am besten retten was zu retten ist ? 

Wir haben inliner und drei Ventis laufen. Anscheinend haben wir ein wenig überdüngt und Gießen gerade zwei Runden nur Wasser um alles wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Gibt es Tips oder evtl Erfahrung? 

Danke schonmal

20250810 095655

 

 

 



   
Zitat
Ottmann
(@ottmann)
Spross
Beigetreten: vor 5 Monaten
Beiträge: 10
 

Mehltau in der mittleren Blütephase ist ein ernstes Problem, da viele gängige Fungizide nicht mehr eingesetzt werden können, ohne Rückstände in den Blüten zu hinterlassen. In dieser Phase ist es wichtig, sofort zu handeln, um die Ausbreitung zu stoppen und die Budqualität zu retten.

Echter Mehltau zeigt sich meist als weißer Puder auf der Blattoberseite, während falscher Mehltau gelbliche Flecken auf der Oberseite und einen grauen Belag auf der Unterseite verursacht. Die Unterscheidung ist wichtig, da falscher Mehltau oft noch schwerer zu bekämpfen ist und bei zu hoher Luftfeuchtigkeit in Kombination mit kühlen Temperaturen auftritt.

Zuerst sollten alle stark befallenen Blätter und Buds vorsichtig entfernt und außerhalb des Growraums entsorgt werden. Danach gilt es, die Luftfeuchtigkeit konsequent zu senken – ideal sind unter 45–50 % relative Feuchte, besonders während der Dunkelphase. Auch eine leicht erhöhte Temperatur von 25–27 °C am Tag kann die Ausbreitung hemmen. Die Dunkelphase sollte kühl und trocken gehalten werden.

Für die Behandlung in der Blüte eignen sich nur schonende Methoden, um Rückstände zu vermeiden. Möglich sind beispielsweise eine Milch-Wasser-Mischung im Verhältnis 1:9 oder eine 0,5–1%ige Kaliumbicarbonatlösung, die nur auf befallene Blätter und nicht direkt auf die Buds gesprüht wird. Ölhaltige Mittel wie Neem- oder Rapsöl sind in der Blütephase nicht empfehlenswert, da sie Geschmack und Verbrennung beeinträchtigen. Auch der gezielte Einsatz von UV-C- oder UV-B-Licht kann das Pilzwachstum hemmen, sollte jedoch nur vorsichtig und kurz erfolgen, um die Pflanzen nicht zu stressen.

Falls der Befall trotz Maßnahmen schnell fortschreitet, kann eine vorgezogene Ernte besser sein, um zu verhindern, dass Buds von innen verschimmeln. Nach der Ernte ist ein Budwashing – beispielsweise mit Wasser, etwas Natron und Zitronensäure, gefolgt von klarem Wasser – sinnvoll, um oberflächlichen Mehltau zu entfernen.

Für die nächste Anbaurunde ist Vorbeugung entscheidend: Der Growraum sollte gründlich gereinigt und desinfiziert werden, zum Beispiel mit Wasserstoffperoxid, Alkohol oder einem Schwefelverdampfer. Während der gesamten Blüte sollte die Luftfeuchte niedrig gehalten und für gute Luftzirkulation gesorgt werden. Pflanzen dürfen nicht zu dicht stehen, und der Anbau resistenterer Sorten kann das Risiko zusätzlich senken.



   
AntwortZitat
KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 10 Monaten
Beiträge: 414
 

Auf dem Gesamtfoto ist es schwierig festzustellen, wo jetzt genau der Befall ist. Dort sieht zumindest auf den ersten Blick alles in Ordnung aus.

Vielleicht kannst du nochmal Fotos hochladen, wo du uns ein paar Stellen des Befalls von näher zeigst.

 

In deinem bereits fortgeschrittenen Blütestadium ist das besprühen mit Fungiziden (wie z.B. Neemöl) nicht mehr geeignet, weil dieses nicht in die Buds gelangen sollte.

Eigentlich kannst du ja nur folgende Dinge vornehmen:

  • Luftfeuchtigkeit möglichst gering halten, am besten um die 40% herum
    • Falls vorhanden, Luftentfeuchter rein
      • Bei dem aktuell trockenen und warmen Wetter klappts vielleicht aktuell auch ohne
  • Betroffene Blätter und Buds entfernen
  • Sollte die Ausbreitung zu stark werden und sich nicht in den Griff kriegen, Frühernte


   
AntwortZitat
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