Huhu,
die Folie hätte ich runter genommen sobald etwas aus der Erde geguckt hätte, aber so weit kam es erst gar nicht. Die Keimwurzel kam unterschiedlich lang und dann nichts mehr, auch im Becher ohne Folie nicht. Dafür hab ich die Erkenntnis gewonnen, dass nach ungefähr 10 Jahren schlechter Lagerung trotz Keimwurzel nur mit sehr viel Glück noch eine Pflanze schlüpft 😉
Moin. Ich habe ein paar kleine Anmerkungen zur Keim-Methode usw., aber alles in allem ist das schon sehr gut erklärt!
1) Vielleicht habe ich es überlesen: Der Beutel sollte abgedeckt werden, denn Cannabis-Samen sind Dunkelkeimer. Licht kann in dieser Phase die Keimung hemmen oder zu schwachem Wachstum führen. Das ist also, auch gerade bei älterem Saatgut, ein entscheidender Faktor für das weitere Gelingen.
2) Verwendetes Saatgut: Wie Du schon richtig vermutet hast ist die Chance auf einen Gesamterfolg umso geringer, je älter der Samen ist. Idealerweise werden Samen (originalverpackt) dunkel, trocken, luftdicht und kühl gelagert (z.B. im Kühlschrank). Die im Samen eingelagerten Nährstoffe bauen sich dann nicht so schnell ab, und man hat auch noch nach 1 Jahr gute Ergebnisse. Ich habe 2 ca. 4 Jahre alte Gorilla Sherbet Samen geschenkt bekommen, die zwar trotz falscher Lagerung auch noch gekeimt sind, aber nach wenigen Stunden keine Energie mehr hatten. Da war einfach keine ausreichende Menge an Nährstoffen mehr vorhanden.
Mein Tip: Bei Promo-Saatgut (bzw. generell Saatgut) aus dem Growshop nachfragen, wie dieses gelagert wurde und wie alt es ist. Oft steht das auf der Packung. Die Lagerung entscheidet hier aber mit, wie oben beschrieben. Online gibt es aber auch dauernd Rabatt-Aktionen und Promo-Samen hinterher geworfen, von daher würde ich auch mal einen Blick auf professionelle Züchter wie Sweet Seeds o.Ä. empfehlen.
3) Verwendetes Substrat, Feuchtigkeit und RLF: Die Erde sollte immer (!) nicht nur eher feucht als nass sein, sondern gerne auch mal etwas trockener, denn die Wurzeln brauchen Sauerstoff, um wachsen zu können. Sie können unterirdisch keine Photosynthese betreiben (wie die Blätter), um Energie zu gewinnen, und sind daher auf Zellatmung (wie der Mensch) angewiesen. Ist es zu nass, stellen die Wurzeln das Wachstum, und ihre Funktion (Pflanze mit Nährstoffen versorgen) ein. Die RLF sollte während den ersten Tagen zwischen 60-70%, im Höchstfall 80-85% betragen. Der Keimling muss zwar noch viel Feuchtigkeit über die Blätter aufnehmen, weil die Wurzeln noch sehr klein sind, wird die RLF aber zu hoch, wird der Keimling praktisch faul (im Sinne von Friedrich Merz), und transportiert weniger Nährstoffe aus den Wurzeln nach oben. Im Extremfall verkümmert er also. Ist dazu das Substrat zu nass, kann auch kaum Wasser aus dem Substrat verdunsten, was zu Wurzelfäule führen kann.
Mein Tip: Das Substrat am Anfang einmal gut durchfeuchten, im weiteren Verlauf höchstens oberflächlich feucht halten. Die Keimlinge können die ersten 1-3 Tage abgedeckt werden. Nicht gießen. RLF regelmäßig kontrollieren und eher niedriger als zu hoch halten, sowie für eine gute Belüftung sorgen. Ich habe dafür Pflanzhüte (für ca. 2 Tage) genommen. Die sind relativ groß und erlauben eine bessere Kontrolle des Mikroklima. Je kleiner der Raum, umso schwieriger wird es. In der Rückschau hätte ich aber darauf verzichten können (Growschrank).
Weiterhin gutes Gelingen!
I can dress up the dead man - but I can't bring him back to life!
Die Samen waren 8-10 Jahre alt von einem gezwitterten Grow, oder in gekauftem Gras gefunden und lagen weder luftdicht noch gekühlt, die ganze Zeit über unten in einer Dose. Da ich bereits 3 Pflanzen in meiner Box habe, wollte ich damit eigentlich nur zu demonstrations Zwecken die langen Tage nutzen um zu zeigen wie man mit ganz wenig Aufwand "blühfertige" Pflanzen machen kann (umtopfen statt düngen, PH mit Indikatortropfen statt messen, schnell blühen statt langes Training usw.).
Beim Smalltalk im Growshop hat man mir einen Samen Nutter Budder von Humboldt, einen Green Poison von Sweet Seeds und zwei Autos für mein Projekt mitgegeben. Die Autos lass ich erstmal liegen und die anderen 2 sind problemlos gekeimt, aber noch nicht so weit, dass ich hier etwas neues zeigen könnte.
Grüße
Vom Keimling zur jungen Pflanze:
Wenn die Keimung geschafft ist, der Keimling aus der Erde guckt und seine Samenschalen los geworden ist, ist der erste Schritt schon geschafft.
Nutter Butter von Humboldt links, Green Poison von Sweet Seeds rechts.
Diese kleinen Pflänzchen richten sich schon nach dem Licht aus und es kann hilfreich sein, sie ab und an mal in die andere Richtung zu drehen, wenn sie, wie bei mir am Fensterbrett stehen (Licht von einer Seite).
Sollten die mini Pflanzen spargeln (mit sehr dünnem Stil schnell nach oben wachsen), kann man sie mit etwas mehr Erde stützen und sollte sie sich dann etwas durch Wind/Venti bewegen lassen. Dadurch wird das Spargeln unterbunden und der Stil wird kräftiger.
In diesem Stadium brauchen die kleinen Mädels keine zusätzlichen Nährstoffe, moderate Feuchtigkeit (alle paar Tage mal die Oberfläche der Erde etwas mit Wasser besprühen), moderates Licht (hell, aber nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne, ein paar Stunden ist ok) und etwas Wind um sie für den kräftigen Stil zu bewegen.
Das sind Babys und sie sind entsprechend empfindlich. Einfach mit Licht, Wind und Wasser nicht übertreiben und auch keine stark vor gedüngte Erde benutzen, dann regelt sich der Rest von selbst.
Ich weis es ist für Anfänger besonders schwer, aber selbst ich hab damit manchmal noch Probleme, fummelt nicht ständig an den Pflanzen rum, die kommen ohne zu viel Führsorge meist besser klar. Wie gesagt, die brauchen von allem noch nicht viel. Die meisten Probleme bekommt man, wenn man zu viel wässert, sie übermäßig mit Photonen (Licht) beschießt, oder mit zu viel Wind den schwachen Wasserhaushalt der Pflänzlis überfordert und die Erde austrocknet, also locker bleiben !
In den nächsten Tagen werden die Babys langsam anfangen ein Wurzelsystem auszubilden und über die Blättchen mit der Photosynthese beginnen und damit gehen sie dann endgültig vom Stadium des Keimlings zu einer "richtigen" Pflanze über.
Melde mich in ca. einer Woche wieder, bis dahin dürfte es so weit sein, dass eine deutliche Veränderung zu sehen ist.
Gemütliche Grüße
Eine Woche ist vergangen und es hat sich etwas getan.
Die Nutter Budder rechts hat das antispargel Training durch Wind besser angenommen, ist aber etwas hinterher. Die Green Poison hat das überhaupt nicht gejuckt und musste sogar leicht gestützt werden um nicht umzuknicken.
Bei beiden Pflänzlis sind erste Wurzeln am Boden und Rand des Topfes zu sehen, wobei auch dort die GP deutlich vorne liegt.
Da es hier im Süden momentan um die 30°C hat, bin ich inzwischen vom besprühen der Erde doch zum leichten gießen alle 2-3 Tage übergegangen (hab keine Zeit um 4 mal am Tag zu sprühen). Nehme dazu pures Leitungswasser. Obwohl das hier mit PH 8,5+ aus der Leitung kommt, passe ich das nicht an. Das klappt bei den mini Mengen eh kaum und die Erde regelt das bei den kleinen Mengen ohne Probleme. Mir fällt gerade auf, ich hätte etwas Rootjuice zugeben können, hab ich aber vergessen 😀
Damit die Nutter Budder noch etwas aufholen kann werde ich beide Pflänzlis noch ca. eine Woche in den Bechern lassen und wenn ich "Wurzelbilder" posten kann, beide gemeinsam das erste mal Umtopfen.
Wasser ist, wie gesagt, pur aus der Leitung, Licht ist halber Tag volle Sonne auf dem Fensterbrett und abends stell ich sie noch etwas in die Box. Es ist momentan aber auch noch lange genug natürlich hell, dass Photos nicht in die Blüte gehen. Dünger ist nur die Vordüngung des Lightmix und wenn ich es nicht wieder vergesse, ein Schluck Rootjuice, Wind ist Fensterbrett und abends etwas unten in der Box.
Melde mich in ca. einer Woche zum umtopfen wieder.
Grüße
Umtopfen und tiefer Setzen danken sie dir bestimmt
Sie haben eine schöne satte Farbe
is noch bissi früh, zumindest bei der Nutter Budder. Die Green Poison habe ich glaub 3 oder 4 Tage später gekeimt und das Ding geht voll ab, obwohl das die normale Version ist und nicht die F1 fast. Nach rund 10 Tagen hat die GP schon ein ganzes Blattpaar mehr und auch fast schon den ganzen Becher durchwurzelt. Gefällt mir gut bisher, vielleicht mach ich Steckis daraus und ScroG die dann im Zelt, mal schauen.
Die satte grüne Farbe kommt vom BioBizz Lightmix. Je nachdem wie groß die Pflanzen am Ende werden sollen, ein bis zwei mal in Lightmix umtopfen, dann in einen ca. 10L Topf mit Allmix setzen, rund 10 Tage wurzeln lassen, Licht umstellen, nochmal kräftig "Grow" mitgeben und der Rest ist Blütendünger stumpf nach Schema und ein bissi Blätter zupfen.
Gibt dann halt 1-3 (je nach Platz im Zelt) schöne, einfach "Dröhntannen" die nach knapp 3 Monaten jede ungefähr die erlaubte Menge trockener Blüten abgeben sollten (40-50g). Mit Training kann man sicher leicht ein Mehrfaches davon zusammen growen, hat aber auch Zeit um es zu verkacken, wenn man sich nicht zumindest rudimentär mit der Materie auseinander setzt.
Ziel der ganzen Aktion ist ja möglichst schnell und möglichst einfach ans erste eigene Weed zu kommen ... damit man sich dann, für den zweiten Grow, ohne Suchtdruck schon etwas schlauer machen kann 😉
Grüße
PS: hab Edit gefunden, war bisher zu langsam.
erstes mal Umtopfen:
hab inzwischen das erste mal umgetopft, war aber erwartungsgemäß etwas früh.
Man kann die Mädels gut so lange in dem kleinen Becher halten bis dieser wirklich gut durchwuzelt ist und unten einige Wurzeln raus gucken. Ich war etwas früh dran weil ich sie ca. 2 cm tiefer einbuddeln wollte. Die Nutter Budder ist weiter ein ganzes Stück hinterher, wächst dafür aber schön kompakt. Der Green Poison hat das etwas tiefer einbuddeln gut getan, hat einen etwas dickeren Stängel dadurch bekommen, wächst aber dennoch recht hoch mit relativ großem Abstand der Nodien (Abzweigungen der Äste).
Da der Lightmix mineralisch vorgedüngt ist, reicht es Wasser zu gießen. Man kann die Pflanzen damit auch im relativ kleinen Topf lassen bis sie leicht heller werden. Wenn man dann umtopft gibt sich das mit der Farbe fast sofort wieder, da der mineralische Dünger (im Gegensatz zum organischen Grow) den Pflanzen direkt zur Verfügung steht.
Ich denke ich werde die zwei jetzt min. 2 Wochen in ihren 0,7L Töpfen stehen lassen und diesmal wirklich warten bis der ganze Topf gut durchwurzelt ist. Die Green Poison werde ich evtl. etwas kürzen (toppen), aber dazu schreib ich noch was, wenn es soweit ist.
Ziel ist es den 0,7L Topf gut mit Wurzeln zu füllen damit diese sich beim umtopfen in den großen Topf mit Allmix möglichst schnell ausbreiten können und man die vegetative Phase dort möglichst kurz halten kann. Das hat den Vorteil, dass man so den schwierigsten Teil, den Stretch (Wachstumsexplosion) beim Umstellen von Wachstum auf Blüte (fast) komplett mit den Nährstoffen aus der Erde bedienen kann, ohne viel wissen zu müssen.
Damit einem die Pflanzen während dem Stretch nicht über den Kopf wachsen, sollte man sie in den 0,7er Schuhen nicht größer als so 30-40 cm werden lassen. Bei der NuBu sollte das natürlich klappen, bei der GP muss ich dafür evtl. die Spitze kappen. Dabei geht es vor allem darum die Höhe der Box nicht zu sprengen, wenn man die Pflanzen in den Garten stellt, hat man diese Probleme nicht und man kann sie einfach wachsen lassen.




