KI gestützter Anbau
AC Infinity
Anzeige
Early Pearl Regular...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Early Pearl Regular Indoor

50 Beiträge
4 Benutzer
22 Reactions
576 Ansichten
(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

@arakyr 

Ich hatte Dich völlig anders eingeschätzt.



   
AntwortZitat
weedpete
(@weedpete)
Spross
Beigetreten: vor 2 Monaten
Beiträge: 15
 

Veröffentlicht von: @arakyr

Die Samenherstellung profitiert von Mutterpflanzen, die ich ganzjährig günstig versorgen muss, da wüsste ich gerne, wie wenig notwendig ist.

Ich würde Dir empfehlen einfach ein paar schöne Phänotypen von handelsüblichen Sorten zu selektieren und sie Dir über Stecklinge als "eigene Hauslinie" zu halten. Die Züchtung einer stabilen Linie erfordert sehr viel Zeit (Du wirst über mehrere Generationen bzw. Jahre selektieren müssen) und Platz (je mehr Pflanzen pro Generation (50+, 100+), desto exakter kann auf bestimmte gewünschte Eigenschaften (Wuchsform, Terpenprofil, Wirkstoffgehalt, Robustheit, usw.) selektiert werden). Du kannst das natürlich auch im kleinen Rahmen machen (mit 2-4 Pflanzen), aber dann wirst Du zwangsläufig nur "nach Gefühl" selektieren. 

Ich sehe vor allem die Parallele "Gießfehler" hier, zu meinem ersten, auch leider schief gelaufenen Grow. Dein Substrat scheint zu feucht gewesen zu sein, was die Wurzelbildung hemmt, das führt zu geringerer Stabilität (Wurzel->Stängel/Keimling) und verringert die Nährstoff-Aufnahme. Zusätzlich wird der Stängel durch das Geilen (zu geringe Lichtmenge) instabil, was zu Mikrorissen im Gewebe führt (bis hin zum Umknicken), durch die Erreger (eventuell vorhanden im abgestandenen Gießwasser) leichter eindringen können (Blatt-Verfärbungen, fleckige Stellen).

Meine Tips für die Zukunft:

1) Anzuchterde mit Perliten verwenden, kann auch leicht vorgedüngt sein (z.B. Lightmix von Biobizz). Weil Du außerdem den Platz hast: Lass direkt in Endtöpfen (19-25l) keimen. Das spart Stress durch Umtopfen.
2) Am Anfang nur sehr wenig gießen (2-3 Tage). Der Keimling ist noch winzig, er braucht dementsprechend nur sehr wenig Wasser (50-100ml).
3) Du kannst bedenkenlos gleich Deine 150W Lampe einsetzen: 50-60cm Abstand, die ersten Tage einen Diffusor zwischen Lampe/Keimlingen (siehe Fotos, diese milchige Plastiktüte da im Hintergrund), beobachten. Cannabis ist halt auch Unkraut, das mag viel Licht. Die im Foto unten nicht zu sehende Lampe (100W) hängt auf ~45-50cm Höhe, 15l Töpfe.

Ich denke wenn Du diese drei Faktoren in den Griff bekommst, dann wirst Du in Zukunft keine Probleme mehr mit der Anzucht haben.

Und: Ja, Hydroponik kann Vorteile ggÜ. Erde haben, aber dann musst man exakte Werte einhalten (PH/EC-Wert), auch in Verbindung mit Kokos-Erde, und diese bei jedem Gießen überprüfen (sog. Runoff-Check). Normale Erde puffert Unterschiede einfacher weg, vor allem in großen Töpfen (25l). Das ist zumindest meine Erfahrung: Das Leitungswasser hier macht (bislang) keine Probleme, trotz hohem Härtegrad und relativ viel Dünger (Outdoor).

Viel Erfolg beim nächsten Versuch!

Beispiel

 


Dieser Beitrag wurde geändert vor 1 Monat 3 mal von weedpete

I can dress up the dead man - but I can't bring him back to life!


   
KloMeister123 und Anonym gefällt das
AntwortZitat
Arakyr
(@arakyr)
Harzsammler
Beigetreten: vor 8 Monaten
Beiträge: 328
Themenstarter  

Vielen Dank für eure Unterstützung und das Interesse.

 Ihr habt ohne Zweifel Recht damit, dass eine gute Anzuchterde und eine stärkere Lampe deutliche Verbesserungen bringen würden. 

Ich war etwas zu naiv, den Durchgang auf reinem Kokos zu versuchen. Dafür hätte ich wirklich das Wasser besser kontrollieren sollen. Zu allem Überfluss habe ich heute Schimmel auf der Erde entdeckt, was die These des Übergiessens noch mehr untermauert. Außerdem zeigt sich, dass eine Umluft von Anfang an auch Vorteile hätte.

Dem angesprochenen Bio Bizz Light Mix stehe ich aufgrund des hohen Torfanteils kritisch gegenüber und würde sowas für mich nicht verwenden. Zu dem Thema allgemein gibt es hier ja schon einen Thread, deshalb bitte ich euch, Diskussionen darüber bei Bedarf an passender Stelle zu führen 

https://kifferforum.de/community/cannabis-anbauen-forum/plaedoyer-fuer-torfhaltige-erde-und-ihre-wiederverwendung/#post-4628

Um die hohe Sauerstoffdurchlässigkeit von Torf zu erreichen, dachte ich, wäre Kokos strukturell geeignet. Die Probleme, das Giesswasser entsrechend zu überprüfen, habe ich klar unterschätzt.

Veröffentlicht von: @weedpete

Du kannst bedenkenlos gleich Deine 150W Lampe einsetzen: 50-60cm Abstand, die ersten Tage einen Diffusor zwischen Lampe/Keimlingen (siehe Fotos, diese milchige Plastiktüte da im Hintergrund), beobachten. Cannabis ist halt auch Unkraut, das mag viel Licht. Die im Foto unten nicht zu sehende Lampe (100W) hängt auf ~45-50cm Höhe, 15l Töpfe

Kann ich, macht auch total Sinn, produziert für mich momentan zu hohe Kosten. Und die kleine Birne muss ich sowieso ausprobieren. 

Vor 15 Jahren hat man Stecklinge und ähnliche vegetative Gewächse übrigens noch mit Leuchtstoffröhren belichtet, die hatten deutlich weniger Leistung.

 

 

Veröffentlicht von: @Anonym

Ich hatte Dich völlig anders eingeschätzt.

Interessante Aussage. 

Vieles mag davon kommen, dass ich ein analytischer Theoretiker bin, der in das Pareto Prinzip verliebt ist.

Ich könnte deutlich mehr erreichen, aber es muss doch auch Beispiele für den Anbau unter suboptimalen Bedingungen geben.

 

Hier kommt übrigens noch eine Verteidigung für photoperiodische Pflanzen:

Der schlechte Start hat deutlich weniger Auswirkungen auf die spätere Pflanze als das bei Automatics der Fall wäre. 

Während ich bei einer Automatic hier neu anfangen müsste, kann eine photoperiodische Pflanze die verlorene Zeit durch eine längere Vegetationsphase wieder ausgleichen.

Ich weiß übrigens noch nicht, ob das überhaupt ein Männchen oder Weibchen ist, das wird sich erst mit Einleiten der Blüte herausstellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



   
AntwortZitat
(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Veröffentlicht von: @arakyr

Hier kommt übrigens noch eine Verteidigung für photoperiodische Pflanzen:

Der schlechte Start hat deutlich weniger Auswirkungen auf die spätere Pflanze als das bei Automatics der Fall wäre. 

Dafür sind aber div. Voraussetzungen nötig, entweder:

Zeltanbau um den Wechsel ein zu leiten und Profianbau als Anbauverein oder

eine andere Klimazone wo es auch in der Natur funktioniert.

 



   
AntwortZitat
Arakyr
(@arakyr)
Harzsammler
Beigetreten: vor 8 Monaten
Beiträge: 328
Themenstarter  

Veröffentlicht von: @Anonym

eine andere Klimazone wo es auch in der Natur funktioniert.

Die Early Pearl ist eine Sorte, die mit ihrer kurzen Blütezeit  extra für unsere Klimazone gezüchtet ist. 

https://seedfinder.eu/de/strain-info/early-pearl/sensi-seeds

 

Eigentlich wollte ich die Sorte draussen verfolgen, aber der Gesetzgeber verbietet mir 6 Pflanzen im gleichen Garten für unsere Familie anzubauen. Daher gibt es dieses Experiment. 

Vielleicht kann ich schonmal Pollen sammeln, oder, wenn es ein Weibchen ist, über Stecklinge einen ernsthaften Grow durchziehen.

 

Das hier ist ja irgendwie nur ein bisschen Winterprogramm und Experimentieren.

 

 

 



   
AntwortZitat
(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

https://seedfinder.eu/de/strain-info/early-pearl/sensi-seeds

 

Sehr hoffnungsvolle Beschreibung. Nur fehlt mir der Glaube.

 

Im Wohnzimmer im Winter vorziehen = Geilwuchs

Im März / April ins Freiland mit Eis und Schnee

🙄 🙄 😮 



   
AntwortZitat
KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 10 Monaten
Beiträge: 414
 

Ich hatte mal die "Early Skunk" von Sensi Seeds.

Das ist eine Skunk #1 x Early Pearl. Frühe Ernte ist natürlich immer subjektiv, die hat auch bis Ende September / Anfang Oktober benötigt. Vergleichsweise ist das schnell, aber mit einem regnerischen Herbst, ist es immer schwierig Outdoor, egal welche photoperiodische Sorte. Manche Sorten sind sehr schwer und manche "nur" schwer.

Von Semi Autoflowern und anderen schnellen photoperiodischen Sorten habe ich bestimmt schon 20 Sorten Outdoor im Gewächshaus getestet. Wenn der Herbst regnerisch wird, dann kommt der Schimmel eigentlich immer und meistens endet es in einer zu frühen Ernte. Ich würde sagen das passiert zu 80%, manchmal hat man wirklich Glück, dass es nicht so feucht wird, aber äußerst selten.

Ich empfehle daher auch immer Autoflower für den Outdooranbau, alles andere ist leider nur Glücksspiel. Trotzdem macht es natürlich viel Spaß mal eine schöne große photoperiodische Sorte draußen aufzuziehen.

Ich erinnere nur immer gerne daran, dass man einfach am Ende wissen sollte, was einen erwartet. Zu glauben, man kann Outdoor seine photoperiodische Sorte bis zur Ernte garantiert Schimmelfrei in Deutschland durchbringen, ist ein Irrglaube. Auch eher schnelle Sorten oder Semi Autoflower lösen dieses Problem nicht. Die Chance, die Pflanze fertig zu bekommen, bevor der Winter eintritt ist bei den schnelleren Sorten gegeben, aber der feuchte Herbst ist auch dort unausweichlich.

Nur normale Autoflower ermöglichen auch Outdoor einen Anbau außerhalb der Herbstphase (bezogen auf Deutschland).

 

Jeder darf und soll seine Erfahrungen sammeln, ich finde es auch immer toll, wenn photoperiodische Sorten draußen angebaut werden. Mir ist es nur wichtig, dass Grower nicht enttäuscht sind, wenn es dann nicht so klappt, wie die Vorstellungen waren. Das versuche ich mit der Transparenz und meinen Erfahrungen mitzuteilen.

Gerade bei Anfängern (du bist keiner) passiert sowas häufig. Sie bestellen irgendwelche exotischen photoperiodischen Samen, alles läuft gut, sie sind voller Euphorie. Anfang Herbst wundern sie sich dann, warum die Blüte gerade erst begonnen hat (äußern ihre Probleme in Foren), dann kommt das regnerische Wetter im Herbst und der Grow ist mehr oder weniger aufgrund von Schimmelbefall "verloren." Genau das möchte ich mit Aufklärung vermeiden.

Es spielt auch keine Rolle wie erfahren man ist. Die Risiken, die bei photoperiodischen Sorten im Freien auftreten, treffen sowohl Anfänger als auch die Erfahrenen. Man kann es nur hinnehmen und akzeptieren, seinen Anspruch entsprechend senken und vorbereitet sein auf das was kommt.

 

Das bedeutet ich akzeptiere folgendes:

  • Das regelmäßiges Kontrollieren auf Schimmel im Herbst zur Pflicht wird (Mehraufwand)
  • Mir bewusst ist, dass Schimmel auftreten kann und größere Teile der Pflanze weggeschnitten werden müssen und damit verloren sind
  • Ich eine Frühernte durchführen muss, wenn Schimmel aufgetreten ist oder das Wetter zu kühl geworden ist

 

daraus resultierend akzeptiere ich unter anderem auch dieses:

  • Eine Ernte, bei der ich beim Trimmen äußerst genau auf Schimmelbefall achten muss (Mehraufwand)
  • Das ich Cannabis mit vergleichsweise wenig THC und einem schwachen Terpenprofil habe
  • Das möglicherweise viele "Mikro Buds" vorhanden sind. Das Trimmen ist langwierig und es gibt vermehrt viele kleine Blüten (ebenfalls Mehraufwand)

Dieser Beitrag wurde geändert vor 1 Monat 16 mal von KloMeister123

   
AntwortZitat
Arakyr
(@arakyr)
Harzsammler
Beigetreten: vor 8 Monaten
Beiträge: 328
Themenstarter  

Sie lebt noch und bisher beobachte ich keinen Geilwuchs. Gegossen habe ich nichts mehr.

Das Weiterführen der anderen Pflanze hätte keinen Sinn mehr gehabt. Der Stengel ist wie bei der Pflanze im Sommer so dünn, dass er fast verschwindet.

 

Über die Erdwahl habe ich mir noch einmal Gedanken gemacht, ebenso wie zum Dünger.

Bei Erden bin ich auf den Anbieter Sonnenerde gestoßen, genauer die Hanferde nach dem Living Soil Prinzip

https://www.sonnenerde.at/de/produkte/detail/bio-hanferde

Sie werben damit, dass kein Düngen notwendig ist und die Erde nachhaltig ist. Zumindest ist kein Torf verbaut und sie besteht aus regionalen Substanzen. Die Stickstoffversorgung wird mit Hornspänen sicher gestellt, aber ansonsten passt sie zu meinen ökologischen Werten. 

Der große Nachteil ist der Preis. Selber Herstellen ginge bestimmt auch, aber ich bin nicht übers Thema Living Soil informiert.

 

Die Lichtstärke habe ich heute auch gemessen mit der App Photone und einem Blatt als Diffusor vor der Kamera

Die Werte, die das Handy ausgespuckt hat, erscheinen mir plausibel:

70,7 PPFD

4,58 mol/m²/d DLI

Der Abstand beträgt weiterhin 20cm

 

Die Argumente für Automatics sind übrigens sehr stichhaltig und ich freunde mich gerade mit der Idee an, eine deutsche Sorte zu produzieren, die man im Mai ins Beet wirft und die dann im August /September fertig ist. Ganz einfach und unkompliziert.



   
AntwortZitat
Seite 3 / 7
Teilen:
DHV Silbersponsor