Zu nasse Erde?
Definitiv
Es wäre bei mir nicht der erste Fall von Unfallkrankheit.
Gegossen wurde mit Leitungswasser, allerdings kein Frisches, sondern es stand schon einige Tage. Getrunken hätte ich das nicht mehr
Sie liegt jetzt erst einmal unorthodox in Photosynthesepose
Ich glaube, das wird nichts mehr.
Das Gute daran ist, ich muss mir keine Gedanken mehr machen, ob ich eine zweite Lampe brauche.
LED Licht strahlt nur Licht ab, keine Wärme
Das würde es dann vom Sonnenlicht unterscheiden.
Schade, dass die eine Pflanze von der "Umfallkrankheit" betroffen ist.
Das passiert meistens wenn die Erde zu nass ist und Pilzsporen die Pflanze befallen. Abgestandenes Wasser ist natürlich auch eher ein Risiko für Pilzsporen als Frisches.
Sehr ärgerlich, kein so toller Start. Wenn du noch Samen hast, kannst du ja nochmal nachsäen.
Die Verfärbungen an der Pflanze muss nicht von zu viel Licht kommen, aber es ist trotzdem richtig, dass du die Lampe nochmal höher gehangen hast. Lieber das zusätzliche Risiko ausschließen. Bei Lichtstress werden eigentlich zuerst die Blattspitzen gelb, bei dir hingegen findet man ein paar leicht gelbliche Flecken mitten auf dem Blatt, dass wäre für Lichtstress eher ungewöhnlich. Zu feuchtes Substrat, nicht idealer PH-Wert können auch zu solchen "Flecken" führen. Man kann es aktuell nur schwierig eingrenzen. Ich hatte auch schonmal Keimlingserde, die nicht so tolle Ergebnisse gebracht hat. Da waren die Pflanzen auch von Beginn an gelblich, als wäre irgendwas mit der Nährstoffaufnahme nicht in Ordnung.
Damit wir mit der richtigen Beleuchtungsstärke nicht völlig auf dem Irrweg sind, habe ich dazu Berechnungen durchgeführt.
Angenommene Werte:
- 7,2W LED mit 900 Lumen
- Farbtemperatur 4000k
- Abstrahlwinkel: 90° (Reflektor)
- Beleuchtung: 18 h pro Tag
-> Entspricht laut Lumen nach PPF Rechner einem PPF von 16 µmol/s
Umgerechnet auf 18h Beleuchtungsdauer mit unterschiedlichen Abständen bei 90° Abstrahlwinkel:
| Abstand | Fläche A (m²) | PPFD (µmol/m²/s) | DLI bei 18 h (mol/m²/d) |
|---|---|---|---|
| 10 cm | 0,0314 | ≈ 509 | ≈ 33,0 |
| 15 cm | 0,0707 | ≈ 226 | ≈ 14,7 |
| 20 cm | 0,1257 | ≈ 127 | ≈ 8,3 |
| 25 cm | 0,1963 | ≈ 81 | ≈ 5,3 |
| 30 cm | 0,2827 | ≈ 56,6 | ≈ 3,7 |
Empfohlene DLI Werte für entsprechende Wachstumsphasen:
- Seedling Stage (15-25 DLI)
- Vegetative Stage (25-40 DLI)
- Flowering Stage (35-50 DLI)
Rechnerisch gesehen, ist ein Abstand zwischen 12-15cm "optimal" und sollte "eigentlich" keine Verbrennungen oder Lichtstress verursachen. Wenn man vorsichtig sein will, dann vielleicht eher 15-20cm.
Bei 30cm wird nur ein DLI von 3,7 erreicht, das ist für eine gute Photosynthese zu wenig und wird sogenannten "Geilwuchs" auslösen.
Ich beziehe mich hier nur auf die berechneten Daten und die dazu vorhandene "Wissenschaft" im Bezug auf Cannabisanbau. Die Daten zu deiner Lampe sind angenommen (durchschnittliche Werte). Selbst wenn sie leicht abweichen, sollte es sich trotzdem in etwa in diesem Rahmen bewegen (+- 20%).
Aber Theorie und Praxis ist ja auch immer so ein Ding. Vorsichtig sein, ist jedenfalls nicht verkehrt. Aber zumindest grob möchte man ja zumindest wissen mit welchen Werten man in etwa arbeitet.
Am Ende lernst du zumindest neue Erkenntnisse dazu und dann klappt es spätestens beim nächsten Anlauf besser.
Zu feuchtes Substrat, nicht idealer PH-Wert können auch zu solchen "Flecken" führen
Der PH-Wert für mein Leitungswasser ist laut Trinkwasseranalyse bei 7,93. Das ist deutlich zu hoch oder?
Ich gehe von einem Ziel PH von 6,5 aus. Demnächst mit Regenwasser zu giessen könnte eine Verbesserung bringen.
Mein Substrat ist übrigens keine Erde sondern Kokosfasern. Wenn ich nicht irre, gelten damit hydroponische Grundsätze in Bezug auf Puffer des Mediums
Bis der PH angeglichen ist, bleibt die Lampe bei 20cm.
Vergiß es, einfach Handelsübliche oder Anzuchterde handfeucht nicht nass, und ab sofort sehr viel Licht. In der Natur ist ja auch nicht weniger Licht da wenn ausgesät wird.
Wenn die Pflanze 4 Wochen alt ist, ggf 60 cm hoch und demnächst anfängt zu riechen, würde ich das erste Mal über Dünger nachdenken.
Wie komme ich eigentlich von der Trinkwasseranalyse an die benötigte Menge an Calcium und Magnesium fürs Giesswasser?
@falk
Es geht mir hier nicht um Effektivität.
Die Samenherstellung profitiert von Mutterpflanzen, die ich ganzjährig günstig versorgen muss, da wüsste ich gerne, wie wenig notwendig ist.
Nichtsdestotrotz eignet sich der Grow, die absoluten Grundlagen für den Indoor- Anbau zu erklären.
Hydroponik ist im Gegenteil zu Erde deutlich besser automatisierbar

