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Dünger richtig anwenden

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(@lucylocke)
Spross
Beigetreten: vor 1 Monat
Beiträge: 3
Themenstarter  

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal bitte einen Rat zum düngen meiner Pflanzen. Ich mag es dieses Jahr mal mit automatics ausprobieren (Outdoor) und habe mir von zamnesia Samen bestellt und auch schon in ein Glas Wasser geworfen, dazu habe ich den Monster Bud Mix-Living soil Dünger bekommen und würde aber die Pflanzen gerne noch weiter stärken, aber halt richtig. Ich selbst habe noch keine Erfahrung mit Dünger oder mit automatics gemacht, ich habe mich etwas belesen und herausgefunden das automatics sehr wenig Dünger brauchen, nun stellt sich die Frage ob man denn trotzdem noch was dazu kaufen könnte, ich habe verschieden Produkte von Plagron entdeckt, würde mir aber lieber von jemanden der damit Erfahrung hat einen vernünftigen Rat einholen, da mir das gaze ziemlich komplex erscheint und man wohl auch VIEL falsch machen kann. 
Danke schonmal im Voraus für eure Antworten.



   
Zitat
weedpete
(@weedpete)
Hanfblatt
Beigetreten: vor 5 Monaten
Beiträge: 29
 

Moin!

Hast Du ein Zelt für die Vorzucht? Oder Möglichkeiten, die Pflanzen über Nacht warm zu halten/zu stellen? Die Tage mögen zwar schon warm genug sein, aber die Nächte sind noch sehr kalt. Du solltest mindestens 18-25°C während der Keimphase anpeilen.

Im Gegensatz zu Photoperiodischen haben Autoflowers (wie der Name schon sagt) einen genetischen Timer eingebaut, der ab der Keimung zu laufen beginnt. Die Blütephase wird dann 2-3 Wochen später automatisch eingeleitet. In diesem Zeitraum sollten die Bedingungen also möglichst ideal sein: Viel Licht (mind. 18h, manche Grower gehen auf 24h), 20-25°C durchgehend, sowie viel Nährstoffe, damit die Pflanze in der recht kurzen Vegiphase ausreichend Masse aufbauen kann (sie wird natürlich auch in der Blütephase weiter wachsen, aber die ersten Wochen sind entscheidend für das spätere Ergebnis).

Ich würde Dir daher auch eher zu einer mineralischen Düngung raten (Canna Terra: Terra Vega, Terra Flores). Living Soil reagiert auf Temperaturschwankungen, je kühler der Topf, desto langsamer laufen die Prozesse ab, die den Dünger verfügbar machen. Mineralischer Dünger ist mit dem Gießen sofort verfügbar und lässt sich besser dosieren. Da machen dann etwas kühlere Nächte keinen Unterschied (sie sollten aber nicht zu kalt sein!).

Ich würde auch möglichst große Töpfe empfehlen (25l), die halten die Temperatur besser und puffern den Ph-Wert besser ab (aufgrund der Größe). Als Substrat nehme ich Biobizz Lightmix, funktioniert einwandfrei.

Viel Erfolg!


Dieser Beitrag wurde geändert vor 1 Monat 3 mal von weedpete

I can dress up the dead man - but I can't bring him back to life!


   
Eigenbedarf gefällt das.
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(@lucylocke)
Spross
Beigetreten: vor 1 Monat
Beiträge: 3
Themenstarter  

Hei danke erstmal für die schnelle und ausführliche Antwort, nein ein Zelt habe ich leider nicht aber ich würde sie erstmal ins Fensterbrett stellen. 
Also meinst du sollte ich das mit dem Living Soil lieber weg lassen ? 
Was den mineralischen Dünger angeht hatte ich auf zamnesia mal geschaut (weil ich da noch den ein oder anderen rabattcode für Dünger habe) da waren viele plagron Produkte, nur gibt es da ja gefühlt 1000 verschieden Produkte und ich weiß nicht welches genau ich brauche oder welche sich lohnen zu kaufen, habe da so ein packet entdeckt “Top Grow Box 100% Natural“ da soll wohl alles was man so braucht drinnen sein, vielleicht könntest du dazu ein Statement abgeben ob das für mich Sinn machen würde.
Dann hätte ich noch eine Frage was den flüssigen Dünger angeht, die Dosierungen stehen ja auf der Flasche drauf aber wie viel Wasser gießt man denn eigentlich? Ich habe die letzten Jahre immer so viel gegossen bis es halt unten wieder raus kam… Aber da steht z.B. 1ml/ 1L Wasser, es wird doch aber nicht nur 1L Flüssigkeit gegossen, muss ich dann vorher schon gießen und die Lösung hinterher gießen oder wie läuft das ab ? 

Sorry für die vielen Fragen aber habe absolut keine Ahnung von Düngern und automatics haha 



   
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Arakyr
(@arakyr)
Harzsammler
Beigetreten: vor 11 Monaten
Beiträge: 359
 

Willkommen im Forum @LucyLocke

Dein Grow steht leider unter schlechten Bedingungen. Für Outdoor Automatics ist es leider noch zu früh in Deutschland.

Eine Automatic hat eine ungefähre Lebenslänge von 90 Tagen. Deine Pflanzen wären also ungefähr Anfang Juni Reif. Rausstellen kannst du sie hier dauerhaft ab den Eisheiligen Mitte Mai. Ab dann ist nicht mehr mit Frost zu rechnen. 

Es ist möglich, dass es schon vorher für mehrere Tage frostfrei ist.

Wenn du deine Automatics also in Töpfen kultivierst, musst du sie bis dahin immer von draussen nach drinnen tragen um möglichst viel Licht zu bekommen. Jetzt wird Sonnenlicht allein noch nicht reichen.

Ich bin selbst vor Kurzem an einem extrem lichtarmen Versuch gescheitert. Überwässerung ist bei dem wenigen Licht und der geringen Verdunstung der Pflanzen ein großes Problem.

 

Wenn du die Pflanze gut durchbringen willst, solltest du zumindest in eine kleine Pflanzenlampe investieren und ein kleines Gewächshaus möglichst oft öffnen, um auf eine Luftfeuchtigkeit zu kommen, die zur Temperatur passt (dazu aber gerne später mehr).

 

Dünger ist dein kleinstes Problem. Eine vorgedüngte Blumenerde aus dem Baumarkt sollte in Verbindung mit mineralischem Dünger reichen, wenn du überhaupt düngen musst.

Die Pflanzen brauchen mehr Nährstoffe, je besser ihre Umstände sind.

 

Ich drücke dir die Daumen 



   
Eigenbedarf und KloMeister123 gefällt das
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KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 449
 

Bevor du dir über den Dünger zu viele Gedanken machst, solltest du zunächst die Themen angehen, die gerade wirklich relevant sind im Bezug auf deinen zu früh gestarteten Grow (Outdoor). Dünger kommt frühestens in 2-3 Wochen nach der Keimung zum Einsatz, bei zu wenig Licht (Photosynthese) eher etwas später oder gar nicht, weil die Pflanze dies sowieso nicht verstoffwechseln kann.

Deine Hauptprobleme sind:

  • Du hast zu früh gestartet
    • draußen ist es noch viel zu kühl und tendenziell erwarten uns jederzeit wieder kühlere Temperaturen
  • Am Fensterbrett ist zu wenig Licht für Photosynthese (erst recht bei den noch eher kurzen Tagen im März)
    • Das ergibt dünne lange Pflanzen mit wenig Blättern und nur kleinen Blüten (sofern sie es bis zur Blüte schafft)
  • Autoflower blühen wie der Name schon sagt, automatisch
    • Das geht nach etwa 2-3 Wochen nach der Keimung los und nach 60-90 Tagen sind sie fertig
      • Bei deinem frühen Start, gibt es keine guten Bedingung für die Pflanze (Tage kurz, kühle Temperaturen)

 

Unter diesen Bedingungen kannst du weder Indoor (an der Fensterbank mit nur Tageslicht vom Fenster) noch Outdoor (bei der aktuellen Kälte) einen zufriedenstellenden Grow umsetzen. 

 

Ich kenne es selber, man ist euphorisch, das Wetter wirkt gerade wie Frühling und man denkt, man startet jetzt einfach mal den Grow, kennt die Grundlagen aber noch nicht.

Die Pflanzen brauchen viel Licht und idealerweise Temperaturen von 18-28°C, so dass sie ordentlich Photosynthese betreiben und der Stoffwechsel aktiv ist. Deswegen startet man in der Regel erst Ende Mai in den Grow (wenn man direkt Outdoor anfängt). Wenn man eine LED-Lampe hat, kann man 2 Wochen eher beginnen und diese drinnen vorziehen unter dem zusätzlichen LED-Licht und dann herausstellen.

Man möchte ja aus seinem Grow das Maximale herausholen, damit man auch eine Ernte von etwa 15-50g (wie dies bei einer Autoflower in etwa üblich ist) erreicht.

 

Was du machen kannst:

  • Den jetzigen Grow nur als "Lernerfahrung" sehen ohne Erfolg auf eine Ernte und dann im Mai nochmal einen neuen Grow starten mit guten Bedingungen
  • Dir eine kostengünstige LED-Lampe holen (~ 20-50W) und den Grow improvisiert indoor durchführen. Dann sind zumindest kleine Erträge möglich.
    • Allerdings solltest du wissen, Cannabis riecht spätestens ab der Blütephase ziemlich kräftig.

 

Ich möchte dir den Spaß auch nicht verderben, aber es ist leider so, dass die Pflanzen entsprechende Temperaturen und Lichtmengen benötigen, damit sie überhaupt wachsen. Das lässt sich leider nicht umgehen, da hilft auch die Willenskraft im eigenen Kopf nicht.

Wenn du diesen Grow nur als "Spaß" ansiehst, dann kannst du weitermachen und mal sehen was passiert. Zum Lernen ist es allemal nützlich und dann kannst du es ja Ende Mai nochmal probieren.


Dieser Beitrag wurde geändert vor 1 Monat 2 mal von KloMeister123

   
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Eigenbedarf
(@eigenbedarf)
Harzsammler
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 393
 

Veröffentlicht von: @lucylocke

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal bitte einen Rat zum düngen meiner Pflanzen. Ich mag es dieses Jahr mal mit automatics ausprobieren (Outdoor) und habe mir von zamnesia Samen bestellt und auch schon in ein Glas Wasser geworfen, dazu habe ich den Monster Bud Mix-Living soil Dünger bekommen und würde aber die Pflanzen gerne noch weiter stärken, aber halt richtig. Ich selbst habe noch keine Erfahrung mit Dünger oder mit automatics gemacht, ich habe mich etwas belesen und herausgefunden das automatics sehr wenig Dünger brauchen, nun stellt sich die Frage ob man denn trotzdem noch was dazu kaufen könnte, ich habe verschieden Produkte von Plagron entdeckt, würde mir aber lieber von jemanden der damit Erfahrung hat einen vernünftigen Rat einholen, da mir das gaze ziemlich komplex erscheint und man wohl auch VIEL falsch machen kann. 
Danke schonmal im Voraus für eure Antworten.

Ähnlich verwirrt komme ich auch immer aus dem Laden raus ...

Der Dünger, den Du da gekauft hast, ist ein organischer Dünger mit Zusätzen, die das Bodenleben fördern sollen, indem sie etwa Mycorrhizapilze und Nematoden enthalten oder fördern sollen. Klingt gut, könnte klappen, kostet sicher etwas, und ich habe keine Ahnung, ob das auch funktioniert.

In diesem Video wurde living soil mit mineralischer Düngung verglichen, und es wurde kein großer Unterschied im Ertrag festgestellt:

Die Frage bei Dir ist erst mal, welche Erde Du verwendest. Die gekeimten Samen sollten erst mal in banale, nährstoffarme Erde kommen. Ich würde die Sätzlinge auf die Fensterbank stellen und nur raus auf den Balkon oder in den Garten stellen, wenn Außentemperatur über 10° C und sonnig.

 



   
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(@lucylocke)
Spross
Beigetreten: vor 1 Monat
Beiträge: 3
Themenstarter  

@klomeister123 @Arakyr

Danke erstmal für die ausführlichen Erklärungen, das hat mich schon mal etwas weiter gebracht. Ich denke mit diesen Samen wird nur ein kleines Lernprojekt geführt, da wie ihr schon sagtet es einfach noch nicht wirklich die richtigen Bedingungen sind, da sie nun schon gekeimt sind habe ich sie ebend eingepflanzt in 10L Töpfe (was größeres habe ich leider nicht gehabt). Ich würde dann, wenn die Bedingungen gegeben sind, einen zweiten Versuch starten, dann kann man ja schauen wie die Pflanzen was den Dünger betrifft werden, weil wie ihr schon meintet ist es ja nunmal nicht ZWINGEND notwendig sie zu düngen, es ging mir nur darum, dass man mit Dünger die kompletten 100% rausholen kann, so wie ich es überall im Internet gelesen hatte. 

 


Dieser Beitrag wurde geändert vor 1 Monat 2 mal von LucyLocke

   
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Eigenbedarf
(@eigenbedarf)
Harzsammler
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 393
 

@lucylocke Du solltest die Keimlinge lieber in einen kleinen Blumentopf z. B. 0,7 l oder auch einfach nur einen Pappbecher mit etwas Erde drin stecken, und nicht gleich in den 10 l Topf. Außerdem kannst Du sie in dem kleinen Topf leichter nachts rein- und tagsüber rausstellen.

Ich habe übrigens auch schon mit dem Anbau angefangen, es ist gerade schönes Wetter und ich hatte einfach Lust darauf, obwohl ich leider nur photoperiodisches Hanf bekommen habe. Das ist suboptimal, weil es bis zum Herbst halt noch sehr lange hin ist. Mein System: Ich werde die Pflanzen immer rausstellen, solange die Außentemperatur über 10° C liegt, und nachts reinstellen bis ca. Mai/zu den Eisheiligen. Eine Anzuchtbox (kleines Growzelt mit künstlicher Beleuchtung) habe ich nicht ... vielleicht ist das auch die Gelegenheit, um mir eine solche zuzulegen.

Düngen kann nützen - aber auch schaden. Handelsübliche Blumenerde ist allerdings bereits vorgedüngt, auch der light mix hat für den Anfang genügend Nährstoffe.



   
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