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Cannabis Pflanzen wachsen nicht weiter

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(@gondroooo)
Keimling
Beigetreten: vor 8 Monaten
Beiträge: 1
Themenstarter  

Hallo leute, vorab ich bin absolut neu in dem Thema Growing Ich habe mir ein Samen “Groß” gezogen also ein Automatic Strawberry Smile dieser bleibt aber seit einer woche auf der gleichen gleichen Größe (Auf den Foto ist es die kleinere Pflanze)

Dann hatte ich mir zum versuch ein Steckling (Purple Haze) bestellt alles wie angegeben befolgt und ihn an dann anschließend eingetopft die Blätter sehen gesund und grün aus, aber hier auch das gleiche problem, sie wachsen einfach nicht xD. Sie stehen bei auf den Balkon und bekommen genügend Sonnenlicht.
Mir ist bewusst das die Purple Haze keine Automatic ist aber das ist erstmal mein Problem.

auf den Fotos ist Die kleinere Pflanze die Automatic Strawberry Smile und die größere die Purple Haze

Ich danke im vorraus für eure hilfe und bitte reißt mir nicht den kopf ab 🙁

Purple Haze
Purple Haze (2)
Automatic
Automatic (2)


   
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KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 449
 

Es sieht danach aus, als hätten beide einen leichten Stickstoffmangel. Die etwas zu hellgrüne leicht gelbliche Farbe spricht deutlich dafür.
Deine Erde scheint auch einen hohen Kokosfaseranteil zu haben. Kokosfasererde oder Mischerde mit viel Kokosfaser hat von sich aus wenig Nährstoffe und ist eher nur für die Keimung geeignet. Später sollte man dann dringend mit Dünger die fehlenden Nährstoffe ergänzen.

Mit zu wenig Stickstoff, wachsen die Pflanzen nur sehr langsam, denn Stickstoff ist essentiell für die Photosynthese.

Du benötigst einen Stickstoffdünger bzw. einen Dünger mit bevorzugt hohem Stickstoffanteil (Wachstumsdünger).

 

Du kannst diesen online erwerben oder du fährst in den nächsten Baumarkt / Blumenhandel und kaufst dir dort einen.

Die Nährstoffangaben im Dünger werden in NPK angegeben.

N = Stickstoff
P = Phosphor
K = Kalium

Du solltest einen Dünger auswählen mit mehr Stickstoff (N). Zum Beispiel wäre ein Dünger mit 6-3-3 okay. Aber es geht auch z.B. 5-2-3.
Die Zahlen sind nicht so wichtig, nur der Stickstoffanteil sollte in jedem Fall höher sein als die beiden anderen Anteile.

Den Dünger mischt du dann entsprechend der Dosierempfehlung der Flasche in dein Gießwasser und gießt die nächsten 2-3 mal damit. Dann sollten die Pflanzen wieder satter grüner werden und besser wachsen.

 

Wenn die Pflanzen dann wieder gut aussehen und noch etwas an Größe zugelegt haben, wird es dann auch bald Zeit für das Umtopfen. Du solltest dir dafür noch größere Töpfe besorgen. Etwa 5-15 Liter sollten es sein. Für eine photoperiodische Sorte hätte ich normalerweise noch einen größeren Topf empfohlen, aber diese wird auch bald blühen (weil der Sommer zu Ende geht und die Tage kürzer werden). Daher kannst du für beide Pflanzen die gleiche Topfgröße wählen.

Den Wachstumsdünger kannst du sowieso auch nochmal später gebrauchen. Jede Woche etwas düngen ist sowieso sinnvoll.
Für die Blütephase ist dann auch noch ein Dünger sinnvoll, der genau andersherum dosiert ist wie der Wachstumsdünger. Weniger Stickstoff und mehr Phosphor und Kalium. Ein NPK Wert von z.B. 3-6-6 ist hier eine gute Orientierung.

Wenn du schon im Baumarkt oder Blumenladen bist, kannst du dir den auch gleich mit besorgen inklusive der größeren Töpfe. Kauf dir dazu auch Blumenerde oder Tomaten- und Gemüseerde. Am besten nicht die ganz billige Universalerde / Pflanzenerde.


Dieser Beitrag wurde geändert vor 8 Monaten 8 mal von KloMeister123

   
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(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

@klomeister123 

...hat es super ausführlich gemacht und es ist selbstverständlich richtig.

 

Nur als absoluter Anfänger würde ich darüber nachdenken, ob Erde und welche und Samen und welche, nämlich Auto oder nicht und ob Wasser und ggf. viel Licht nötig ist.

Das mit Dünger ist beim Start nicht nötig, sondern erst, wenn es wächst. Topfgröße ist wie beschrieben. Ich baue seit 2024 in 5,5 lt. Töpfen Pflanzen an, die aktuell ca. 1,8 m hoch werden.

Was ich nicht verstehe:

Warum will fast Jeder der Cannabis erstmals anbaut, die Basis Anbaumethoden von Pflanzen ignorieren?

Ist nicht persöhnlich.

 

Für mich ist das so, als wenn ein super Kunde vom Pizzadienst plötzlich anfängt komplizierte Nahrung selbst her zu stellen. und dabei nicht das Wasser anbrennen lassen.

Leute, Anfänger im Grow:

Samen in die Erde, keimen lassen, auf die ersten Blätter warten und..

und dann, nach 2-3 Wochen über Dünger oder fehlenden Dünger nachdenken.



   
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Eigenbedarf
(@eigenbedarf)
Harzsammler
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 393
 

Hi, ich baue draußen auf dem Balkon an - wichtig, es ist ein offener Balkon ohne Dach, so dass ich viel Sonne und vor allem Regen abbekomme. Außerdem sind Steinplatten auf dem Boden, was meines Erachtens die Hitzeexposition deutlich verlängert. In diesem Jahr, mit einem sehr wechselhaften Frühling, hatte ich ebenfalls das Problem mit mangelndem Wachstum, eine Pflanze ist sogar eingegangen, die anderen haben zusätzlich erhebliche Schäden abbekommen. Momentan erholen sie sich langsam wieder.

Ich hatte Probleme mit:

* dauerhaft feuchte Erde durch den Dauerregen: ich decke jetzt die exponierte Blumenerde mit einer Plastikfolie ab

* an einer Pflanze hatte ich das Problem mit Stammfäule, ich habe die Pflanze daraufhin (samt dem befallenen Stamm) getoppt und jetzt schaut sie wieder gut aus

* Flüssigdünger wurde ausgespült: ich dünge mit mineralischem Flüssigdünger, der wurde offenbar ausgespült, außerdem konnte ich praktisch nicht nachdüngen, weil die Erde ja schon regennass war; Lösung wiederum: Plastikfolie

* die Pflanzen sahen verbrannt aus, und ich vermute, das lag an den hohen Temperaturen; dafür habe ich noch keine Lösung gefunden

* die eine, noch junge Pflanze habe ich wohl gekillt, indem ich nach einer Regenphase die Düngerdosis verdoppelt habe

Was ich damit sagen will, jedes Jahr ist anders, das setup ändert sich meistens auch, und man muss immer die Pflanzen beobachten und sich daran anpassen. Und den Trick mit der Plastikfolie über der Erde habe ich nirgends gefunden, da musste ich erst selbst drauf kommen.



   
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Eigenbedarf
(@eigenbedarf)
Harzsammler
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 393
 

@klomeister123 Düngst Du mit jedem Gießen? Wie bestimmst Du für einen Dünger mit x mg Stickstoff / l die wöchentliche Düngergabe für eine Pflanze mit y Wuchshöhe?



   
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KloMeister123
(@klomeister123)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 449
 

@eigenbedarf 

Das hängt von vielen Faktoren ab, wann ich wie dünge.

Zunächst hat @gondroooo vermutlich in Erde mit hohem Kokosanteil angebaut. Das ist Erde, die man nur für die Keimungsphase nutzt. Sie ist sehr nährstoffarm und deswegen muss er zumindest jetzt nachdem die Pflanzen schon älter sind und auch Mangelerscheinungen zeigen, zwangsläufig düngen.

Nutzt man diese Kokoserde oder andere nährstoffarme Anzuchterde nur für die Anzucht (Keimlingsphase) und topft dann nach 7-10 Tagen in nährstoffreichere Blumenerde / Allmix um, ist ein Düngen so früh nicht notwendig. Blumenerde, Tomaten und Gemüseerde oder sowas wie Allmix haben bereits von sich aus beigemischten Dünger. Topft man in solch eine Erde frühzeitig um, dann liefert diese Erde für die nächstens 2-4 Wochen auch meistens ausreichend Nährstoffe.

Ich persönlich keime in Anzuchterde, topfe dann frühzeitig in Blumenerde um und dünge dann das erste mal, wenn die Pflanze so ~20 Tage alt ist.

Ich mische auch unten in die Blumenerde noch Langzeitdünger wie Hornspäne und / oder Granulatdünger ein.

 

Pauschal zu sagen: Dann muss man düngen, kann ich nicht. Das hängt wie gesagt von der Erde ab und wie die Pflanzen aussehen. Eigentlich sollte man immer die Pflanzen im Blick halten und darauf basierend Entscheidungen treffen. Sowohl die Erde hat Qualitätsschwankungen als auch das Wachstum der Pflanzen und dessen Nährstoffaufnahme ist vom Wetter abhängig (zumindest bei Outdoor). Bei kühlen Temperaturen oder wenig Sonne, nehmen die Pflanzen auch weniger Nährstoffe auf, da weniger Photosynthese passiert. Daher benötigen sie dann auch weniger Nährstoffe und verbrauchen diese auch langsamer. Deswegen ist die notwendige Düngerzugabe auch sehr dynamisch und nicht nach einem festen Plan (zumindest wenn man es gut machen möchte).

Wenn gutes Wetter ist (Temperatur >20°C, Sonne) und meine Pflanzen über 20 Tage alt sind, dann dünge ich alle 3 Tage mit dem Gießwasser. Bei schattigem oder kühlen Wetter etwas weniger. Trotzdem gilt auch dabei, immer vorsichtig düngen, erstmal vielleicht die Hälfte der Herstellerangabe und schauen wie die Pflanzen reagieren. Wenn die Blattspitzen verbrennen oder Adlerkrallen entstehen, dann sofort absetzen für 10 Tage und mit weniger wieder anfangen.

Man bekommt aber irgendwann auch ein Gefühl dafür.


Dieser Beitrag wurde geändert vor 8 Monaten 3 mal von KloMeister123

   
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Eigenbedarf
(@eigenbedarf)
Harzsammler
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 393
 

@klomeister123 Danke für die ausführliche Auskunft.

Ich hätte noch dazu sagen müssen, dass ich in der Regel Erde aus dem Vorjahr verwende, die dann praktisch nicht vorgedüngt ist. Einer der Gründe dafür ist, dass ich dann ziemlich präzise düngen kann, weil ich andernfalls nur raten kann, wie stark die Vordüngung ist. Auf den Composana-Tüten standen auch überhaupt keine Angaben mehr dazu.



   
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