Hi, wollte mal anfragen ob wer mit Advanced Nutriens Erfahrung hat? Ich habe mir sensi bloom A+B gekauft, + BIGBUD und OVERDRIVE.. gibt deutlich mehr Produkte von diesem Hersteller, die mich aber erschlagen:-) So viel wie nötig dachte ich weil sich mit sensi bloom A+B der PH-Wert ohne Ph-minus einpendelt. Jetzt meine Frage: Meine Steckis sind eine Woche alt, ca. 40cm hoch unter Led marshydro F3000,Abstand 30-40cm. 23-27 temp. luftfeuchte 45-60% BIGBUD könnte ich schon geben,laut Plan,bin aber eher für: weniger ist mehr. Ich beobachte die Pflanze es geht ihr sehr gut, also kann ich auch bedenkenlos BIGBUD weglassen?? Danke
Nötig ist eigentlich nicht so viel:
- Wachstumsdünger mit hauptsächlich Stickstoff (N)
- Wie der Name sagt, in der Wachstumsphase zu nutzen
- Blütedünger mit hauptsächlich Phosphor (P) und Kalium (K)
- Wie der Name sagt, in der Blütephase zu nutzen (ggf. kombiniert mit dem Wachstumsdünger, je nach Fortschritt)
- Bei LED-Grows CalMag
- Dazu eine gute Erde und einen größeren Topf
- Vielleicht noch ewas zum pH-Wert anpassen
- Die Dünger sind oft schon relativ pH-neutral
- Eher ist es das Leitungswasser, was zu alkalisch sein kann
In der Wachstumsphase (ab Woche 2-3) nimmt man den Wachstumsdünger, in der anfänglichen Blütephase kann man den Wachstumsdünger zusammen mit dem Blütedünger mischen (Übergangsphase) und in der späteren Blütephase nimmt man nur noch den dominanten P und K Blütedünger.
Außerdem gelegentlich CalMag geben und fertig.
Letztendlich gibt es ja nur 3 Makronährstoffe: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K).
Wenn man das richtig nutzt und kombiniert, reichen genau zwei Dünger: Wachstum und Blüte
Das andere Kram "braucht" man nicht um einen guten ertragreichen Grow im privaten zu erreichen. Eine gute Erde in einem ausreichend großen Topf, liefert alle Mikronährstoffe ausreichend und ausgewogen für den gesamten Grow bis zur Ernte. Auch der Anteil an N-P-K reicht für die ersten 3 Wochen problemlos. Nur CalMag-Mangel entsteht eben wegen der fehlenden Transpiration unter (stärkerem) LED-Licht. Deswegen braucht man dann zusätzlich auch noch CalMag.
Die ganzen anderen Zusätze bringen vielleicht, sofern richtig genutzt, etwas im kleinen einstelligen Prozentbereich. Da ist es nützlicher an anderen Stellschrauben zu optimieren, als so viel Geld für diese Zusätze auszugeben. Dann lieber in eine gute Lampe investieren, die Temperaturbereiche optimieren, das optimale Düngeschema anwenden, richtiges Gießverhalten lernen.
Außerdem bringen diverse Zusätze nicht automatisch Vorteile. Sammeln sich Nährstoffe im Substrat an, die die Pflanze gar nicht aufnehmen kann, weil bereits ausreichend vorhanden ist, dann kann das auch Nachteile haben. Es gibt diverse Nährstoffe, die bei zu großer Menge die Aufnahme anderer Nährstoffe verhindern. Das richtige Gleichgewicht untereinander ist entscheidend. Außerdem können Nährstoffe sich auch anreichern, den EC-Wert erhöhen und damit die Erde versalzen. Die Pflanze muss die Nährstoffe auch verwerten können. Lagern sich diese an, ist es gleichermaßen schlecht wie ein Mangel, eher schlechter. Weil ist erstmal zu viel in der Erde, kriegt man diese schwierig entfernt, Dünger bei einem Mangel zu geben ist leichter.
Deswegen sage ich: Bevor man da irgendwelche Experimente macht und alle Zusätze in die Pflanze gibt, ohne Plan zu haben wie sich was auswirkt, es nicht messbar erfassen kann und dafür noch Geld ausgibt, sollte man es lieber lassen. Lieber die Sachen optimieren, bei denen man auch weiß, was sie bewirken. Sonst ist das so, als würde man an 10 unbekannten Stellschrauben gleichzeitig drehen - das geht in die Hose.
Mit Aminosäuren und diversen Mikronährstoffen zu experimentieren funktioniert nur, wenn man genau weiß was man da eigentlich tut. Sonst ist es nutzlos oder vielleicht sogar negativ.
Im Hobbygrowbereich sehe ich das nicht, dass ist eher etwas für professionelle Grower, die immer wieder mit den identischen Bedingungen growen können (Temperatur, Licht, Feuchte, Substrat oder Hydro, etc.), Mutterpflanzen haben und ihren Grow von 97% auf die letzten 100% optimieren wollen.
Diese investieren aber auch Geld in Laboranalysen, haben immer gleiche Grow Laborbedingungen und können statistisch erfassen, welchen Einfluss auf die Pflanzen welche Zusätze im Kern gebracht haben.
Mit CO2 gilt das gleiche, dass lohnt sich wirtschaftlich auch nicht im privaten Bereich und wenn erst, wenn man am Maximum des machbaren angekommen ist.
Dennoch, kannst du natürlich experimentieren wie du willst. Ob sich das ganze aber positiv auswirkt und ob es das Geld wert war, bleibt offen. Meiner Meinung nach reicht N-P-K Dünger (einmal Wachstum, einmal Blüte) und CalMag. Dazu noch ggf. pH-Down bei alkalischem Wasser. Der Rest ist für private kleine Hobbygrower unnötig und falsch eingesetzt sogar kontraproduktiv. Außerdem kostet es viel Geld, erhöht den Aufwand und der Nutzen ist unbekannt, da nicht statistisch erfassbar unter den schwankenden Bedingungen in einem Growzelt.
Meine Steckis sind eine Woche alt, ca. 40cm hoch ...
BIGBUD könnte ich schon geben,laut Plan,bin aber eher für: weniger ist mehr.
Ich beobachte die Pflanze es geht ihr sehr gut, also kann ich auch bedenkenlos BIGBUD weglassen??
Nach meiner Recherche ist BIGBUD ein reiner P und K Dünger.
Also eher für die mittlere bis später Blüte.
Wenn du sagst, deine Stecklinge sind eine Woche alt, dann ist weglassen auf jeden Fall besser, denn in der mittleren Blüte können die sich dann noch nicht befinden.
Der Bedarf an Phosphor und Kalium ist in dieser Phase gering und wird ausreichend von den Anteilen die in der Erde vorhanden sind, gedeckt.
@klomeister123 .. danke für die sehr, informative und sehr ausführliche Antwort!! Vielen DANK Lg.:-) Hast mir sehr viel verständlich gemacht und "aufgefrischt"....:_)
links black/domina Blütetag 24 auf "hesi" Mars Hydro F 3000. Abstand 30-40cm. Temp.25,7 Grad. Luftfeuchte 48%. Dimmer 75%. rechts Fritter/Glitter, 11 Tage in Blüte auf "AN".
Alle ERDE....

