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Sativa, Indica und THC

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Eigenbedarf
(@eigenbedarf)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 434
Themenstarter  

Woran liegt es, dass Sativa und Indica unterschiedlich qirken, wenn der Wirkstoff (THC, bzw. THC und CBD) derselbe ist?

Ich bin gespannt auf Euren input!



   
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(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0

   
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KloMeister123
(@klomeister123)
Reifeprofi
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 557
 

THC, CBN, CBD sind die "bekanntesten" Cannabinoide.

Allerdings enthält Cannabis mehr als 100 verschiedene Cannabinoide und unterschiedliche Terpenkonzentrationen (die ebenfalls eine Wirkung haben).
Je nach Sorte fallen die Konzentrationen dieser unterschiedlich aus. Die Kombination macht am Ende sowohl den Geruch als auch die Wirkung aus.

Sativa enthalten meistens zu großen Teilen Limonen Terpene. Diese riechen fruchtig und nach Zitrus.

Indica enthalten meistens zu großen Teilen Myrcen Terpene. Diese riechen erdig, moschusartig, chemisch, dieselartig.

 

Bei den "Landrassen" die reine Indicas oder Sativas sind, gibt es definitiv große Unterschiede in der Wirkung und dort haben Indicas auch definitiv noch einen höheren CBD Anteil.

Die moderne Cannabiszucht hat sich allerdings bei den normalen (nicht CBD Sorten) hauptsächlich darauf spezialisiert den THC-Anteil hoch zu halten und den CBD-Anteil gering. Dadurch haben jetzt fast alle Sorten THC Anteile von mehr als 18% und CBD von weniger als 1%.

Leider muss man sagen, dass gerade die modernen Sorten einfach nur noch wilde Kreuzungen zwischen Hybriden (Sativa und Indica) sind. Meistens dann sogar mit bereits zuvor ebenfalls gezüchteten Hybriden. Sprich man kreuzt hier ganz wild immer Indica/Sativa Hybriden mit anderen Indica/Sativa Hybriden.

Wie der genaue Anteil dann ist, wird oft nur am Stammbaum überschlagen oder anhand der Terpene (im Labor) festgelegt. Aber ob das wirklich dann der Wahrheit entspricht ist fraglich.

Gerade bei den modernen Sorten, wo wild mehrfache Kreuzungen gekreuzt wurden, würde ich mich auf diese Angabe nicht verlassen.

 

1. Das "Entourage-Effekt" (Schlüsselkonzept):
Cannabis enthält 500+ Verbindungen, darunter 100+ Cannabinoide (THC, CBD, CBG, THCV, etc.) und 200+ Terpene.

Diese Substanzen interagieren synergistisch: Terpene modulieren die Wirkung von THC/CBD auf das Endocannabinoid-System 
und beeinflussen Aufnahme, Rezeptorbindung und Neurotransmitter.

2. Terpene als Wirkungs-Modulatoren:
Myrcen (häufig in Indica):
→ Sedierend, muskelentspannend ("Couch-Lock")
→ Erhöht die Blut-Hirn-Schranken-Durchlässigkeit → verstärkt THC-Wirkung.

Limonene (typisch für Sativa):
→ Stimmungsaufhellend, stresslösend → fördert fokussierte Aktivität.

Pinene:
→ Gegen THC-bedingte Vergesslichkeit, bronchienerweiternd.

Caryophyllene:
→ Bindet an CB2-Rezeptoren → entzündungshemmend/beruhigend.

3. Weitere Faktoren:
Andere Cannabinoide:
THCV (appetitzügelnd, energetisierend) oder CBN (sedierend) in variierenden Anteilen.

Genetische Unterschiede:
Sativa/Indica-Gene beeinflussen Rezeptordichte und Stoffwechselwege.

Kultivierung & Umwelt:
Licht, Boden, Erntezeitpunkt verändern das chemische Profil.

4. Warum die Klassifizierung oft irreführend ist:
Moderne Hybriden: >90% des Marktes sind Kreuzungen.
reine Sativa/Indica gibt es kaum noch.

Terpenprofil > Genetik:
Eine "Indica"-Hybride mit Limonen/Linalool kann belebend wirken.

Studienlage: Placebo-kontrollierte Studien zeigen, dass Probanden 
Sativa/Indica-Wirkungen nicht konsistent unterscheiden können.

Praktische Konsequenz:
Faktor	Traditionelle Annahme	Moderne Wissenschaft
Sativa	"Energetisierend, kreativ"	Oft hohe Limonene/Pinene-Anteile
Indica	"Beruhigend, einschläfernd"	Dominanz von Myrcen/Linalool
Entscheidend	Genetische Abstammung	Chemotyp (Terpene + Cannabinoide)

Fazit:
Die Wirkung wird nicht primär von Sativa/Indica, sondern vom individuellen chemischen Fingerabdruck der Pflanze bestimmt. 
Terpene wirken wie Dirigenten eines Orchesters – sie lenken die Effekte von THC/CBD. 
Moderne Konsumenten sollten daher auf Laboranalysen des Terpenprofils achten, nicht auf Strainsnamen oder Sativa/Indica-Labels.

Quellen: Russo (2011) in British Journal of Pharmacology (Entourage-Effekt), 
UCL Cannabis Studien (2021), IACM Terpen-Datenbank.


   
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(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Veröffentlicht von: @klomeister123
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Leider muss man sagen, dass gerade die modernen Sorten einfach nur noch wilde Kreuzungen zwischen Hybriden (Sativa und Indica) sind. Meistens dann sogar mit bereits zuvor ebenfalls gezüchteten Hybriden. Sprich man kreuzt hier ganz wild immer Indica/Sativa Hybriden mit anderen Indica/Sativa Hybriden.

So wie meine Indika - dominate mit 9 Fächerblättern als Auto.

 



   
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(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Veröffentlicht von: @klomeister123
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Veröffentlicht von: @eigenbedarf
↑

Das Thema ist super und anspruchsvoll.

Hier wurden Growreports gemacht und sind noch nicht beendet 

und das bringt mich auf die Idee, aus den gesammelten Erfahrungen mal zu vergleichen, was für den Samen versprochen wurde und was aus dem Samen geworden ist.

Und das paßt hier genau hin, weil es um die versprochene und erwartete Wirkung geht.

Oder sollte ich einen neuen Thread eröffnen?

 



   
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Arakyr
(@arakyr)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 438
 

Die Terpene sind der Schlüssel, wie @klomeister123 schon gut ausgeführt hat.

Hier mal ein Video was als leichte Kost für den nicht Biochemiker taugen sollte

 



   
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(@Anonym)
Beigetreten: vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Das Video ist klasse und hat mich bestätigt.

Bevor ich angefangen habe meinen ersten Samen zu kaufen, habe ich gelesenen und gelesen.

Für meine gesundheitlichen Bedürfnisse kam ich derzeit auf INDIKA und habe Indika - dominat gekauft.

Hier im Video hat es absolut gepasst. Ich habe mich richtigt entschieden.



   
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Eigenbedarf
(@eigenbedarf)
Knospenmeister
Beigetreten: vor 2 Jahren
Beiträge: 434
Themenstarter  

Veröffentlicht von: @klomeister123
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Leider muss man sagen, dass gerade die modernen Sorten einfach nur noch wilde Kreuzungen zwischen Hybriden (Sativa und Indica) sind. Meistens dann sogar mit bereits zuvor ebenfalls gezüchteten Hybriden. Sprich man kreuzt hier ganz wild immer Indica/Sativa Hybriden mit anderen Indica/Sativa Hybriden.

OK, da wäre die offensichtliche, nicht themenbezogene Frage, welches denn die reinste Indica- und welches die reinste Sativa-Sorte sind oder waren.

Also quasi die Ur-Indica und die Ur-Sativa.

Soviel ich weiss sagen die Sorten aber noch nichts darüber aus, ob das Zeug überhaupt wirkt, sondern das sind lediglich die Phänotypen, oder?

 



   
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