Zu den THC "Idealwerten"
Weißt Du das oder ist es nur eine Vermutung? Ich würde gerne mehr darüber lesen weil mir eine Analyse einfach zu teuer ist.
Ja, man könnte sagen ich weiß das. Zumindest habe ich es zuvor mehrmals gelesen. Die THC Angaben der Züchter basieren auf einem perfekt durchgeführten Indoorgrow.
das bedeutet:
- Die Growlampe ist sehr stark, so dass die maximal für die Pflanze zulässige Lichtmenge ausgestrahlt wird
- Temperatur und Luftfeuchtigkeit befinden sich immer im Idealbereich
- Es gibt keine Schädlinge, alles ist steril
- Die Nährstoffzuvor ist ideal (möglicherweise auch Hydroponik)
- Auch der Erntezeitpunkt wird absichtlich so gelegt, dass die THC Konzentration ihren Höhepunkt erreicht hat
Oft werden dann noch mehrere Pflanzen aus mehreren Chargen analysiert und die besten Werte werden für die Angabe genutzt.
Es ist Marketing und solange man eine gültige Laboranalyse vorweisen kann, ist es auch nicht falsch, diese optimal Höchstwerte anzugeben. Alle Züchter arbeiten mit diesen Angaben, man muss es nur wissen. Würden sich manche Züchter nicht daran orientieren, würden sie sich selber im Vergleich "klein machen".
Hier habe ich einen Beitrag gefunden, wo Züchterwerte mit Realwerten verglichen worden:
https://cannabisclub-arnstadt.com/2025/07/28/thc-angaben-von-cannabis-breedern-weichen-oft-stark-von-der-realitaet-ab-erfahre-warum-und-welche-faktoren-die-werte-beeinflussen/
Wir als Outdoorgrower in Deutschland und auch die Low-Budget Indoorgrower werden an diese Werte bei weitem nicht herankommen. Man kann mit etwa 40-60% weniger THC rechnen, als es der Züchter angegeben hat. Wenn das Wetter bei Outdoor lange schlecht ist oder man eine Frühernte durchführen muss, dann kann man ggf. nochmal deutlich weniger annehmen.
Aber eigentlich kann einem das auch egal sein. Selbst Cannabis mit 5-10% THC ist mehr als ausreichend, um damit eine deutliche Wirkung zu erzielen.
Zu den Falschlieferungen:
Man muss bedenken, dass viele Züchter auch sehr improvisiert arbeiten. Das ist nicht unbedingt eine Industrie mit Qualitätsmanagement und allem drum und dran. Das das sind oft kleinere Personengruppen oder gar Einzelpersonen, die leidenschaftlich Cannabiszucht betreiben. Das da mal versehentlich etwas vertauscht wird, ist dort wahrscheinlicher.
Cannabis war früher nahezu vollständig illegal, die besten Züchter mit dem meisten Know-How haben also verdeckt und illegal gearbeitet.
Einige Züchter arbeiten immer noch verdeckt, weil der Anbau in dessen Ländern weiterhin illegal ist. Da kann man sich grob vorstellen, wie es da zugeht, wenn man ggf. damit rechnen muss, dass die Polizei jederzeit eintreffen kann.
Samenbanken wie Dinafem oder Humboldt Seed Organisation wurden sogar damals gefasst. Mittlerweile haben einige Länder zumindest teillegalisiert oder vollständig legalisiert (USA) und es ist etwas humaner geworden.
Schlechte Züchtungen:
Gelernt habe ich (seit kurzem) auch noch, dass es wohl gelegentlich dazu kommen kann, dass (schlechte) Züchtungen nicht richtig stabilisiert sind. Dann kann es sein, dass sich die Gene der Autoflower nicht durchsetzen und sie sich wie eine reguläre photoperiodische Sorte verhält. Auch das, kann natürlich eintreten. Muss also auch nicht unbedingt eine Falschlieferung sein, wenn die Auto nicht nach der zu erwartenden Zeit blüht.
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KloMeister123