Mit den Bags aktuell nicht und ich bin dieses Jahr nicht bereit es zu probieren.
Statt Plastik war Glas 100 % besser. Habe da mit einem anderen Produkt extrem schlechte Erfahrungen gemacht.
Die waren Schrott
Das Glas habe ich mit Alufolie gegen Licht abgeschirmt
GLV musste noch runter, Glas stand im Dunkeln.
Statt der Plastiktüten würde ich zur Lagerung auch eher Glas und eben diese Regulatorpäckchen benutzen
Boveda
oder Integra
https://integra-products.com/?srsltid=AfmBOorBjJGXT-u3G0wfbga17zQWmoM5Rw_GlLyQPYStsjqq4Pj3ELsY
Ich habe letzte Woche mal im Tabakladen nachgefragt, ob die sowas haben. Der Mitarbeiter hat mich aber nur groß angeschaut 😢
Ich habe wenig Lust für 5 kleine Päckchen extra Versandkosten zu zahlen. Sonst sind die aber wahrscheinlich recht gut, wenn die Ziel-RLF erst einmal erreicht ist.
Ich hätte sie aber auch gerne genutzt um zu schauen, wie genau meine Hygrometer arbeiten. + - 5% RLF Messabweichung scheinen irgendwie üblich zu sein. Also könnte alles gut sein, wenn sie 65% RLF anzeigen, kann aber auch sein, dass im Glas dann schimmelige 70% vorherrschen.
Dieses Thema ist echt nicht einfach.
Zurück zum Thema:
Meine Blüten trocknen gerade bei 60% Luftfeuchtigkeit. Im Glas liegen 62% Boveda Päckchen.
Die Hygrometer habe ich vorher "geeicht", indem ich meine 3 Hygrometer zusammen mit 4 für die Lagerung bestimmten Päckchen in ein Glas gepackt habe und 45 Minuten gewartet habe.
Alle 3 Hygrometer haben 68% angezeigt, können also alle +6% anzeigen.
Nun habe ich in jeweils einem anderen Video gehört, dass 1. Stärke und Zucker in den Pflanzen durch aerobe Bakterien abgebaut wird
2. Die Halbwertszeit von Chlorophyll im Cannabis ca. 2 Tage beträgt.
Dementsprechend würden wir unser Gras fermentieren, weil wir Zucker zu Alkohol und CO2 abbauen. Beides verdampft bei der Trocknung.
Ich frage mich allerdings, ob beim Curen enzymatische oder aerob bakterielle Vorgänge beherrschend sind.
Welchen Sinn erfüllt das "Burpen", also das kurzzeitige Öffnen der Behälter?
Wenn es nur Schimmelprophylaxe wäre, dann könnte ich meine Gläser mit 60%RLF einfach geschlossen lassen.
Für aerobe Bakterien müsste ich weiterhin Sauerstoff zur Verfügung stellen und weiter öffnen. Sonst wäre wohl irgendwann der CO2 Gehalt in den Gläsern zu hoch
Einige packen ihr Cannabis auch extra noch leicht feucht (~65-68% Feuchte) in die Gläser, damit eine richtige Fermentation stattfindet und die Bakterien arbeiten können. Dann wird das Cannabis ggf. noch etwas aromatischer und weicher beim Rauchen.
Damit Gase entweichen, muss dann auch mal gelüftet werden. Außerdem könnte ohne Lüften bei der noch zu hohen Restfeuchtigkeit auch Schimmel entstehen.
Ich arbeite komplett nach Gefühl und Erfahrung und ohne Hygrometer. Ich lüfte auch die ersten Tage noch. Ich möchte damit einfach sicher stellen, dass ich im sicheren Bereich bin. Außerdem riecht das Cannabis am Anfang auch noch ggf. leicht nach Heu. Ich lüfte so lange, bis es die vollen Aromen entfaltet und nur noch der leckere Terpengeruch durchkommt. Das ist für mich dann das Zeichen, dass der Trocknungsprozess durch ist, dann bleibt das Glas zu.
Jeder hat beim Trocknen seine eigenen Methoden und eigentlich gibt es da gar kein absolutes richtig.
Zu den Fakten gehört, dass möglichst sehr langsames Trocknen von möglichst großen Pflanzenteilen oder der gesamten Pflanze im komplett dunklen am besten ist. Anschließend ein Dry-Trim. Das haben Analysen gezeigt, die Restchlorophyll, Terpen- und Cannabinoidkonzentrationen gemessen haben.
Falls man es hinbekommen würde, wäre das Trocknen bei konstanten 16-18°C und ungefähr 55% Luftfeuchtigkeit ideal. Gegen Ende sollte die Luftfeuchtigkeit sogar auf 60% erhöht werden. Aber ohne Laborbedingungen schwierig.
Bei der langsamen Trocknung findet auch schon eine indirekte Fermentation statt, ob man dann noch zwingend die Fermentationsmethode im Glas braucht ist fraglich.
Wahrscheinlich macht das nachträgliche Fermentieren im Glas hauptsächlich dann Sinn, wenn die Temperaturen beim Trocknen zu hoch waren, um dann noch nachträglich Chlorophyll abzubauen.
Am Ende ist es eine Wissenschaft für sich. Ich mache es so gut wie ich es mit den Umweltbedingungen hinbekomme und dann ist gut. Die wenigsten von uns können die Idealbedingungen erzeugen und nehmen die Methode, die am idealsten für sie ist.
Man muss ja auch nicht 100% des möglichen erreichen, auch mit weniger erreicht man gut rauchbares Blütenmaterial.
Hauptsache man trocknet sein Cannabis nicht auf der Heizung auf höchster Stufe, im Backofen oder in der Sonne bei 35°C. Sowas wäre worst case, aber so wie die meisten das von uns machen, ist das absolut okay für Hobbygrower.
Noch eine Woche ca. gieße ich, dann stelle ich das Gießen ein.
Und dann kommen die Fragen:
UV Licht schädigt die Trichome nur ab wann?
Wenn die Pflanze ohne Wasserzugabe langsam austrocknet und das in der gewohnten Umgebung, bekommt sie UV Licht reichlich. Stört das zu dem Zeitpunkt nicht?
Wenn die Blätter anfangen zu vertrocknen, am Stil in der Erde lassen oder zum Trocknen trennen?
Noch eine Woche ca. gieße ich, dann stelle ich das Gießen ein.
Wenn die Pflanze kurz vor der Ernte ist, ist das gut. Das erzeugt Stress und die Pflanze investiert nochmal (laut Aussagen aus Foren und YouTube) vermehrt in die Harzproduktion.
Nach einer Woche nicht mehr gießen würde ich dann aber ernten. Das heißt, die Pflanze von der Wurzel abschneiden und kontrolliert trocknen.
Wenn die Pflanze ohne Wasserzugabe langsam austrocknet und das in der gewohnten Umgebung, bekommt sie UV Licht reichlich. Stört das zu dem Zeitpunkt nicht?
Damit die Pflanze dann richtig trocknen kann, würde ich sie nach 7 Tagen ohne gießen vom Stamm (der Wurzel) trennen.
Dann ist es gut, wenn du möglichst im dunklen trocknest. Das beim Rauchen kratzige Chlorophyll baut sich besser ab, wenn die Pflanze in Dunkelheit trocknet.
Außerdem (weißt du ja bereits), ist es auch gut, möglichst große Pflanzenteile oder die gesamte Pflanze (verkehrtherum) schonend (das heißt langsam) zu trocknen. Da du da ja begrenzte Möglichkeiten hast, versuch es so gut wie es geht. Aber schütze es zumindest vor Licht, du kannst ja mit einem Vorhang, einer Tischdecke oder was auch immer, das ganze verdunkeln.
Ich würde denken, die Pflanze verarbeitet alles an Licht, solange, wie ihr Stoffwechsel noch arbeitet.
Sobald du sie abschneidest und damit tötet, stellt sie den Stoffwechsel ein und ab da zerstört UV Licht die Trichome.
Abschneiden, wenn die Trichome reif sind, bestenfalls fällt das ja mit dem Zeitpunkt zusammen, wo die Blätter absterben.

