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577 viewsGesundheitsfragen
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Hallo,

ich leide seit vielen, vielen Jahren unter schweren Schlafstörungen. Das einzige was mich einschlafen lässt, ist Hasch,aber auch nur,wenn ich es esse. Beim kiffen passiert bei mir gar nichts. Also esse ich jeden Abend einen Keks,seit 1,5 Jahren. Die Dosierung ist sehr gering. Wenn ich es umrechne,sind in einem Keks 0,0625 gr. Hasch drin. Ich bin jetzt seit 4 Monaten ziemlich depressiv,habe ganz verrückte Gedanken und Angstgefühle. Leichte, manchmal mittelstarke Depressionen waren bei mir schon immer Thema,aber nicht in dem Ausmaß wie jetzt. Denkt ihr,ob es mit dem dauerhaften Haschkonsum zu tun hat? Auch wenn die Dosierung so gering ist?

Gruß Mona

Critical7 antwortete am 15. Februar 2024
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Hallo Mona,

Es tut mir leid zu hören, dass du mit Schlafstörungen und jüngst verstärkten depressiven Symptomen sowie Angstgefühlen zu kämpfen hast. Es ist wichtig, die möglichen Auswirkungen des Haschkonsums auf deine psychische Gesundheit zu betrachten, auch wenn die von dir beschriebene Dosierung relativ gering erscheint.

Cannabis, einschließlich Hasch, kann bei verschiedenen Personen unterschiedliche Auswirkungen haben, abhängig von einer Reihe von Faktoren wie der Dosierung, der Dauer des Konsums, der individuellen Empfindlichkeit und dem Vorhandensein vorbestehender psychischer Erkrankungen. Während Cannabis bei einigen Nutzern zur Linderung bestimmter Symptome beitragen kann, gibt es auch Hinweise darauf, dass es bei anderen zu psychischen Problemen führen oder bestehende Probleme wie Depressionen und Angstzustände verschärfen kann.
Mögliche Zusammenhänge zwischen Cannabis und Depressionen:

  • Veränderung der Gehirnchemie: Regelmäßiger Cannabis-Konsum kann die Chemie des Gehirns beeinflussen, insbesondere die Neurotransmitter, die mit Stimmung und Angst verbunden sind.
  • Abhängigkeit und Toleranzentwicklung: Auch bei geringer Dosierung kann eine regelmäßige Einnahme zu einer gewissen Abhängigkeit führen, wobei die Effekte im Laufe der Zeit nachlassen können, was zu erhöhtem Konsum oder verstärkten negativen Gefühlen bei Nichtkonsum führen kann.
  • Schlafqualität: Obwohl Cannabis kurzfristig beim Einschlafen helfen kann, zeigen Studien, dass der REM-Schlaf, eine für die Erholung wichtige Schlafphase, durch Cannabis beeinträchtigt werden kann, was langfristig die Schlafqualität und psychische Gesundheit beeinträchtigen könnte.

Es ist wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um deine Situation zu bewerten. Ein Arzt oder Psychotherapeut kann dir helfen zu verstehen, ob und wie der Cannabis-Konsum mit deinen depressiven Symptomen und Angstgefühlen zusammenhängt. Es könnte sinnvoll sein, alternative Behandlungsmethoden für deine Schlafstörungen und depressive Symptome zu erkunden, die nicht auf Cannabis basieren. Dazu gehören psychotherapeutische Verfahren, medikamentöse Behandlungen und Veränderungen des Lebensstils, die auf die Verbesserung der Schlafhygiene und die Reduzierung von Stress abzielen.

Bitte suche professionelle Unterstützung, um einen individuell angepassten Behandlungsplan zu entwickeln, der auf deine spezifischen Bedürfnisse und Umstände eingeht. Deine Gesundheit und dein Wohlbefinden stehen an erster Stelle.

Mona Posted new comment 15. Februar 2024
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